Brabus E 500 6.1

Brabus E 500 6.1 Brabus E 500 6.1

Brabus E 500 6.1

— 02.05.2003

Kraft-Wagen

All jenen, denen der Mercedes-Benz E 500 mit 306 PS noch etwas zu zahm motorisiert ist, bietet Brabus den E 500 6.1 mit dem so genannten Hubraummotor. Bei 303 km/h Spitze bleiben wohl kaum Wünsche offen.

Wenn's ein bisschen mehr sein darf

Wer heute 56.492 Euro an DaimlerChrysler überweist, bekommt dafür ein gut ausgestattetes und standesgemäß motorisiertes Fahrzeug: den Mercedes-Benz E 500 mit V8-Triebwerk und 306 PS. Dem einen oder anderen Zeitgenossen reichen aber ein Beschleunigungsvermögen von 6,2 Sekunden auf 100 km/h noch nicht.

Auch die freiwillige Selbstbeschränkung des Herstellers auf 250 km/h Höchstgeschwindigkeit wird immer öfter als lästig empfunden. Wer nun noch ein Paar Euro übrig hat, geht also zum Tuner. Der renommierte Mercedes- Benz-Veredler Brabus aus Bottrop kennt die Wünsche seiner Kunden genau. Frei nach dem Motto "Hubraum ist durch nichts zu ersetzen, außer durch mehr Hubraum" wird das Fünf-Liter-Aggregat auf 6034 Kubikzentimeter gebohrt.

Es stehen nun stolze 621 Newtonmeter bei 4100 Umdrehungen zur Verfügung. Bei Nenndrehzahl (5400 Touren) liegen 426 PS an. Dies bleibt nicht ohne Folgen für die Fahrleistungen: In 5,4 Sekunden hämmert der Brabus unter Dauereinsatz der Antriebsschlupfregelung aus dem Stand auf 100 km/h, 200 Stundenkilometer werden bereits nach nur 19 Sekunden angezeigt (Serie: 24 s).

Bei 303 km/h ist dann doch Schluss

Wenn bei 250 km/h im Serien-E 500 normalerweise der Tempobegrenzer einsetzt, schaltet die Automatik des Brabus noch mal hoch. Mit etwas Anlauf erreicht er schließlich rekordverdächtige 303 km/h. Doch in diesen Geschwindigkeitsbereichen tritt eine Schwäche der E-Klasse unangenehm zutage: ihre unpräzise und zudem stoßempfindliche Lenkung.

Durch die breitere und flachere 19-Zoll-Bereifung des Brabus wurde der Geradeauslauf nicht unbedingt verbessert. Bei hohen Tempi ist also volle Konzentration erforderlich, um die 1,8-Tonnen-Fuhre auf Kurs zu halten. Das hohe Gewicht ist auch das eigentliche Problem des Boliden: Auf der Rennstrecke oder auf der Landstraße bedarf es einer starken Hand, um den dicken Brummer durch die Kurven zu werfen.

Aber von einer gestandenen Limousine erwartet schließlich auch niemand Bestzeiten. So bleibt das bevorzugte Revier des Brabus die Autobahn, wo er, mit Verstand gefahren, zu den Schnellsten überhaupt gehört. Allzu oft wird man ihm nicht begegnen, kostet er doch voll ausgestattet über 130.000 Euro.

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