Brabus G V12 S Biturbo in Genf 2009 — 19.02.2009

Der stärkste Allradler der Welt

Mercedes-Veredler Brabus zeigt in Genf nicht nur das stärkste Mercedes G-Modell das je gebaut wurde, sondern gleich den stärksten Geländewagen der Welt. Den G V12 S Biturbo bewegen 700 PS und 1100 Newtonmeter.

1979 bis 2009 – bei Allrad-Fans klingelt da doch ein "G"löckchen. Genau. Das Mercedes-Raubein G-Modell feiert seinen 30-jährigen Geburtstag. Ein Wunschkind war der G bei seiner Geburt allerdings nicht wirklich – der heutige Kult-Offroader entstand auf Nachfrage des Persischen Militärs. Als die Persische Herrschaft kurze Zeit später den Auftrag stornierte und die Bundeswehr eine Anfrage ebenfalls mit Desinteresse quittierte, stand der G fast schon vor dem Aus. 1975 entschieden sich die beiden Partner Steyr-Daimler Puch und Daimler-Benz dann für eine Serienprodutkion. Vier Jahre später rollten 200.000 Exemplare der ersten G-Klasse mit viel Handarbeit vom Band. Grund genug für Mercedes-Tuner Brabus, dem Jubilar mit der stärksten Variante zu huldigen, die sich je durchs Gelände wühlte.

Der V12 leistet 700 PS und 1320 Newtonmeter

Vom bösen Wolf zum aggressiven Mammut: Brabus erweitert den Hubraum auf 6,3 Liter. 700 PS sind das Resultat.

Unter seiner kantigen Schnauze verbirgt der Brabus G V12 S Biturbo einen von 5,5 Liter auf 6,3 Liter aufgebohrten 12-Zylinder. Spender des V12-Aggregats ist der aktuelle Mercedes S 600. Zwei große Turbolader, bearbeitete Zylinderköpfe und Spezialnockenwellen kitzeln beeindruckende 700 PS aus dem Hubraummonster. Laut Brabus donnert der über alle vier Räder angetriebene 2,5-Tonner in lediglich 4,3 Sekunden auf 100 km/h. Würde der Tuner auf eine Limitierung von 240 km/h verzichten, wäre sogar erst bei Tempo 260 Schluss. Um Material und Mechanik zu schonen, begrenzten die Brabus-Ingenieure das mögliche maximale Drehmoment von 1320 Newtonmeter auf ganze 1100 Newtonmeter. Die schiere Kraft wird an 20 und 22 Zoll große Leichtetallräder vom Typ Brabus Monoblock VI weitergeben. Zugelassene Hochleistungsreifen von Pirelli oder Yokohama sorgen für optimalen Straßenkontakt.

Hier geht es zur Sonderseite über den Genfer Salon

Seit 30 Jahren wird das G-Modell optisch fast unverändert gebaut. Brabus montiert trendige Tagfahrlichter.

Beim Handling wir der Fahrer im Brabus G V12 S von einem Spezialfahrwerk unterstützt. Eine Hochleistungsbremsanlage verfügt zudem über ausreichende Sicherheitsreserven. Die Frage nach der  Geländetauglichkeit wird zum Teil durch die Höhe des Kaufpreises beantwortet: mindestens 379.000 Euro sind für eine gut ausgestattete Basis fällig. Will man damit durch hüfttiefen Morast pflügen? Wohl eher nicht. Im Preis inbegriffen sind neben optischen Änderungen an der Karosserie auch hochwertige Interieur-Modifikationen. Legt der Kunde noch ein wenig obendrauf, rüstet Brabus den bärenstarken G zum geländetauglichen mobilen Büro um: DVD-Wechsler, DVBT-Tuner, Spielekonsole und Internetzugang sind dann selbstverständlich mit an Bord. Auf dem Genfer Salon 2009 lässt Brabus den G V12 S Biturbo erstmals aus dem Stall.

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