Brabus in Genf 2009

Brabus ML 63 Biturbo Brabus ML 63 Biturbo

Brabus in Genf 2009

— 02.03.2009

Waffe auf Rädern

Für den ML 63 Biturbo von Brabus braucht man eigentlich mehr als einen normalen Führerschein. 310 Stundenkilometer Höchstgeschindigkeit sind eine Ansage. Auf dem Genfer Salon 2009 präsentiert Brabus das Über-SUV.

Die ganze Welt schaut sich um nach kleinen, wirtschaftlichen Autos. Die ganze Welt? Nein, es gibt da eine Stadt im Ruhrgebiet, da wird Leistung auf die Straße gebracht. In Bottrop sitzt die Firma Brabus. Und Brabus baut auf Basis von eh schon nicht gerade schwächlichen Mercedes-Modellen. Über-Fahrmaschinen. Pünktlich zum 79. Genfer Salon kommt der neueste Streich. Der Brabus ML 63 Biturbo mobilisiert 650 PS und schafft damit eine Höchstgeschwindigkeit von 310 km/h.

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Hochleistungsaggregat: Brabus kitzelt aus dem V8 des ML 63 Biturbo 650 PS.

Basis für die schwarze Autobahn-Waffe aus dem Pott ist ein Mercedes AMG ML 63, an sich nicht gerade ein langsames Auto. Brabus genügt das nicht. Sie pflanzen dem Hochdrehzahl-Achtzylinder zwei Turbolader ein. Beide Zylinderbänke bekommen spezielle Abgaskrümmer mit integrierten Turbinengehäusen und Bypassventilen. Um den Abgasgegendruck zum minimieren, konstruiert man die Krümmer so, dass nur die Abgase von drei Zylindern pro Seite die Turbolader antreiben. Einer der Lader dreht rechtsherum, der andere in die Gegenrichtung. Das optimiert die Abgasführung weiter. Ladeluftkühler, Hochleistungsluftfilter und Metallkatalysatoren sorgen für Staudrucksenkung und eine effiziente Abgasreinigung. Heraus kommen 478 kW Power, nochmal 140 PS mehr als beim Basismotor.

Monströse Fahrleistungen müssen gebändigt werden

Schwarz, breit, brutal: Der Widestar-Bodykit hält den 310 km/h-schnellen ML 63 Biturbo in der Spur.

Wer solche Gewalt besitzt, muss sie auf die Straße bringen. Ein modifiziertes Automatikgebtriebe mit sieben Gängen und permantem Allrad gibt die Kraft weiter. Das Bodykit Brabus Widestar macht den ML 63 an Vorder- und Hinterachse mit Kotflügelverbreiterungen um fünf Zentimeter breiter. Eine Frontspoilerstoßstange vermindert den Auftrieb an der Vorderachse. Die Heckschürze mit integriertem Diffusor sorgt hinten für die notwendige Balance. Türausatzteile und Seitenschweller runden das Paket ab. Dank breiterer Spur und 315er Schlappen liegt der ML satt auf dem Asphalt. Ein neues Steuermodul an der Luftfederung legt den Wagen um 30 Milimeter tiefer. Eine Hochleistungsbremsanlage holt den ML 63 Biturbo von seinen Flügen sicher wieder herunter. Im Innenraum herrscht feinstes Luxusambiente. Ob so ein Auto heuzutage noch zeitgemäß ist, darüber muss wahrscheinlich jeder selbst entscheiden. Bei den 190.602 Euro, die Brabus für den ML 63 Biturbo aufruft, relativiert sich der Umweltgedanke vielleicht sogar ein bisschen. Massen werden die Straßen eh nicht bevölkern.

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