Brennstoffzellen-Busse

Brennstoffzellen-Busse

— 06.05.2003

Europas Stadtverkehr wird sauberer

DaimlerChrysler bergab in Madrid den ersten Brennstoffzellen-Bus und startete damit einen Groflottentest.

Der Traum vom abgaslosen Fahrzeug knnte bald Wirklichkeit werden: Am Montag ist in Madrid der Startschuss fr den ersten Groflottentest mit emissionslosen Brennstoffzellen-Bussen gefallen. "Das ist ein entscheidender Schritt fr das Automobil", sagte Thomas Weber, Vorstands-mitglied der DaimlerChrysler AG, bei der bergabe eines Busses an den Brgermeister von Madrid. Bis zum Jahresende sollen 30 Test-Busse in zehn europischen Grostdten verkehren.

Die EU untersttzt das auf zwei Jahre angelegte Projekt "Cute" ("Sauberer Stadtverkehr fr Europa") mit 21 Millionen Euro. "Brennstoffzellen-Busse sind sicher, sauber und leise. Die Technologie knnte eine wirtschaftliche Revolution werden, weil sie unsere Abhngigkeit vom l verringert", sagte Loyola de Palacio, EU-Kommissarin fr Transport und Energie. Mit den Frdergeldern bauten die teilnehmenden Stdte eine Infrastruktur fr Wasserstofftankstellen auf und suchten Wege, den "Kraftstoff" herzustellen. So wird der Wasserstoff in Reykjavik (Island) aus Erdwrme, in Hamburg aus Windenergie und in Barcelona aus Solarenergie gewonnen.

Auer in diesen Stdten nehmen im laufenden Jahr noch je drei Brennstoffzellen-Busse in Stuttgart (ab Herbst), Amsterdam, London, Porto, Stockholm und Luxemburg den Verkehr auf. Nach den Worten Webers knnte in zehn Jahren rund ein Prozent aller PKW-Neuzulassungen einen Brennstoffzellenantrieb haben. "Das wre der Durchbruch fr diese Technologie", sagte er. Denn ohne groe Stckzahlen knnten Brennstoffzellenfahrzeuge nicht zu attraktiven Preisen produziert werden.

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