Brennstoffzellen im Praxistest

Brennstoffzellen im Praxistest

— 16.05.2006

Umweltfreundliche Busse

Weniger Kohlendioxid, Stickoxid und Feinstaub: Brennstoffzellen in Bussen sind eine echte Alternative zum Dieselantrieb.

Die emissionsfreien Brennstoffzellen haben sich fr den Betrieb von Bussen im Personennahverkehr bewhrt. Zu diesem Schlu kommt die EU-Kommission nach der ersten Runde des europischen Praxistests, dessen Ergebnisse jetzt in Hamburg und Brssel vorgestellt wurden. Seit Mitte 2003 legten die insgesamt 27 Busse in neun Stdten mehr als eine Million Kilometer zurck und befrderten dabei vier Millionen Passagiere. Die nchsten Demonstrationsprojekte sind bereits beschlossen. So sollen in den kommenden drei Jahren rund 200 mit Wasserstoff betriebene Fahrzeuge den Praxistest bestehen, einige von ihnen wieder in Deutschland.

Die Praxistests mit den Bussen dienen dazu, Menschen und Umwelt von schdlichen Abgasen und Feinstaub zu entlasten. Die 26 Projektpartner von "Cute" (Clean Urban Transport for Europe Sauberer Stadtverkehr fr Europa) zogen eine positive Bilanz. Hamburg erweiterte sogar seine Flotte von drei auf neun Busse und will "fhrender Wasserstoff-Nutzer in Europa sein", wie Bausenator Michael Freytag (CDU) sagte. Auer in Hamburg und Stuttgart fuhren bis Ende 2005 je drei Busse durch London, Amsterdam, Madrid, Barcelona, Stockholm, Porto und Luxemburg, um die Zukunftstechnik unter den verschiedensten Bedingungen zu erproben. Der Wasserstoff wurde zu mehr als 50 Prozent mit erneuerbaren Energien hergestellt, betonte EU-Direktor Alfonso Gonzles Finat.

Der Chef der Hamburger Hochbahn AG, Gnter Elste, rechnete vor, da die Hamburger durch den bisherigen Einsatz der drei Wasserstoff-Busse 120 Tonnen Kohlendioxid, mehr als 1000 Kilogramm Stickoxid und mehr als 40 Kilo Feinstaub eingespart htten. Selbst der Bushersteller DaimlerChrysler zeigte sich von der Belastbarkeit der Prototypen berrascht: Die Busse htten eine Verfgbarkeit wie die von Diesel-Bussen erreicht, betonte Wolfgang Preisinger, Direktor der DaimlerChrysler-Tochter Evobus. Dennoch sei es noch ein langer Weg bis zur Marktreife und zu konkurrenzfhigen Preisen, sagte Forschungsdirektor Wolfgang Kohler. Wasserstofflieferant Vattenfall ist zuversichtlich, bis 2012 wirtschaftliche Preise anbieten zu knnen, erklrte Oliver Weimann, Direktor fr erneuerbare Energien.

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