Briatore ist außen vor

Briatore ist außen vor

— 21.12.2005

Der Alleingang des Weltmeisters

Der Millionendeal, mit dem sich McLaren den jüngsten Formel-1-Weltmeister aller Zeiten ins Boot geholt hat, kam ohne Manager Briatore zu Stande.

Die Nachricht vom Wechsel des spanischen Weltmeisters zu den Silberpfeilen hatte eingeschlagen wie eine Bombe. Doch nicht nur Fans und Kollegen wurden von der Nachricht überrascht. Auch Alonsos Noch-Manager und gleichzeitiger Renault-Teamchef Flavio Briatore wurde offenbar nicht mit einbezogen. "Ich war zu keiner Zeit weder direkt noch indirekt in den Verlauf der Verhandlungen eingebunden", teilte er am 20. Dezember ernüchtert der Presse mit. "Fernando hat McLaren allein kontaktiert und mit ihnen verhandelt." Briatore, der den Weltmeisters noch bis Ende 2006 unter Vertrag hat, kam mit seiner Klarstellung Spekulationen zuvor, nach denen Renault sein bestes Pferd im Stall der Konkurrenz selbst angeboten haben könnte.

Grund zu diesen Mutmaßungen hatte der Führungswechsel im Hause Renault gegeben. Carlos Ghosn, neuer Konzernchef der Franzosen, gilt nicht unbedingt als Formel-1-Fan und ließ Entscheidungen bezüglich möglicher Aktivitäten in der Königsklasse nach 2006 noch offen. Somit wäre auch ein Verwendungszweck für den Formel-1-Weltmeister fraglich gewesen. Außerdem hätte das bisherige Gehalt des flinken Spaniers von zur Zeit knapp sieben Millionen Euro angesichts des Titelgewinns wohl deutlich steigen müssen (McLaren zahlt Alonso ab 2007 jährlich immerhin 20 Millionen Euro).

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