100 Jahre Opel 1999

Bürgschaft für Opel

— 15.12.2008

Keine Eile

Weder Opel noch die Bundesregierung haben es sonderlich eilig mit einer Kreditbürgschaft. Grund ist eine Aussage von US-Präsident George W. Bush, Konzernmutter GM unterstützen zu wollen.

(dpa) In der Ruhe liegt die Kraft: Die Bundesregierung wird voraussichtlich nicht mehr vor Weihnachten über eine Kreditbürgschaft für Opel entscheiden. Grund sind Äußerungen von US-Präsident George W. Bush, der US-Autoindustrie mit Krediten aus dem Bankenrettungspaket zu helfen. Deshalb drohe keine unmittelbare Gefahr für Opel, berichtete das "Handelsblatt" am Montag (15. Dezember 2008) unter Berufung auf Regierungkreise in Berlin. Auch Hessens Ministerpräsident Roland Koch (CDU) sehe keinen Grund zur Eile: "Völlig unabhängig von aktuellen Ausschlägen in den USA werden die gemeinsamen Arbeiten von Bund und beteiligten Landesregierungen mit Opel zielstrebig weitergehen, damit wir für alle Eventualitäten gerüstet sind", sagte er der Zeitung.

Geld soll komplett bei Opel bleiben

Der Bürgschaftsausschuss im Bundeswirtschaftsministerium arbeitet dem Bericht zufolge daran, dass die Europäische Investitionsbank (EIB) Opel einen Kredit über bis zu 1,8 Milliarden Euro für die Entwicklung sparsamerer Fahrzeuge gewährt. Für diesen Kredit würde die Bundesregierung bürgen. Es sei aber bisher noch nicht das Problem gelöst, dass Opel keine eigene Bankverbindung habe, sondern komplett über die Konten der US-Konzernmutter General Motors finanziert werde. Der Bürgschaftsausschuss habe sich daher am vergangenen Freitag (12. Dezember) auf Anfang 2009 vertagt. Die Bundesregierung will verhindern, dass die 1,8 Miliarden Euro in die USA fließen, um General Motors zu retten. Das Geld soll komplett bei Opel bleiben.

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