Bugatti Chiron (2016) im Test: Mitfahrt

Bugatti Chiron (2016) im Test: Mitfahrt

— 01.07.2016

So schiebt der Bugatti Chiron

Mit dem Chiron läutet Bugatti das nächste Level ein: 1500 PS, 420 km/h Topspeed und knapp drei Millionen Euro teuer. Mitfahrt im Veyron-Nachfolger!

Noch krasser, noch extremer – und noch schneller. Das ist der Bugatti Chiron. AUTO BILD ist beim Goodowood Festival of Speed im neuen Bugatti mitgefahren!

Video: Bugatti Chiron (2016)

Krasse Mitfahrt!

Mit einer Leistung von 1500 PS ist der Bugatti Chiron nicht nur der stärkste Seriensportwagen der Welt, sondern mit einem Preis von 2.400.000 Euro auch der teuerste – plus Mehrwertsteuer übrigens. Warum wir so auf diesen beiden Zahlen herumreiten? Weil es von Bugatti extrem mutig ist, den Chiron im Vorgarten des Earl of March antreten zu lassen. Die Straße ist ein verbesserter und asphaltierter Feldweg, nur wenig breiter als der Bugatti. Und wie in Großbritannien so üblich, hat es in den Stunden vor unserer Testfahrt gekübelt wie aus Eimern. Zusammen mit dem verlorenen Öl der alten Wagen vor uns eine echt glitschige Angelegenheit. Zum Glück weiß der Mann am Steuer, was er tut. Denn Andy Wallace ist nicht nur Entwicklungsfahrer bei Bugatti, sondern auch mehrfacher Gewinner des 24-Stunden-Rennens von Le Mans. Das lässt hoffen.
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Mehr Platz als erwartet im Chiron

Der Bugatti Chiron war der Publikumsmagnet beim Festival of Speed in Goodwood.

Zunächst aber will der Bugatti bestiegen werden. Und das ist für einen zwei Meter großen Mann gar nicht so einfach. Breite Schweller, flaches Dach – da ist zusammenfalten angesagt. Und dann folgt die Überraschung. Auf dem Beifahrersitz bleibt nämlich richtig viel Platz. Helm auf – und los. Helles Anlassersirren, dann erwachen die 16 Zylinder im Nacken der Passagiere. Dumpf klingen sie, lassen nichts von der gewaltigen Kraft ahnen.

Bugatti Chiron im Test (Genf 2016): Sitzprobe

Der Chiron raubt Einem den Atem

Der Bugatti Chiron steht bereit. Null auf hunder? Unter 2,5 Sekunden!

Während wir in der Startaufstellung auf unseren Ritt warten, bleibt Ruhe für einen Blick ins Cockpit. Aufgeräumt, reduziert, edel bis ins allerkleinste Detail präsentiert sich der Bugatti. Und viel besser verarbeitet als alles, was sich sonst in dieser Liga tümmelt. Jede Naht sitzt perfekt, die schmale Mittelkonsole aus Aluminium scheint aus dem Vollen gefräst. Es ist die Ruhe im Auge des Hurrikans. Denn als wir an der Startpostion stehen, Wallace den ersten Gang mit einem vernehmlichen Rucken einlegt, verändert sich die Realität. Vollgas – und dir presst der Chiron die Luft zum Atmen aus den Lungen. Theoretisch beschleunigt er in unter 2,5 Sekunden von null auf 100 km/h, hier in Goodwood suchen alle vier angetriebenen Reifen nach Grip. Kurz vor der ersten Kurve leicht vom Gas, Zeit zum Durchatmen. Um den gerade erst gewonnenen Sauerstoff gleich wieder zu verlieren. Die Keramikbremsen beißen zu, quetschen die Passagiere in den Dreipunktgurt.

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1490 PS haben wir abgerufen

Kein gewohnter Anblick: Tacho bis 500 km/h im neuen Bugatti Chiron.

Zeit zum Verschnaufen bleibt nicht. Trotz Dreck auf der Strecke schnipst sich der Bugatti Richtung Horizont auf eine unübersichtliche Kuppe zu. Der wird doch nicht voll auf dem Gas bleiben? Doch, genau das hat Wallace vor. Trotz des aktiven Fahrwerks sind kurz die Räder in der Luft. Die vorderen Reifen bekommen zuerst wieder Grip – macht einen Drift bei über 200 km/h. Einmal hat jemand gesagt, die Formel 1 in Monaco, das wäre wie Hubschrauber fliegen im Wohnzimmer. Alles Kindergeburtstag gegen eine Runde mit dem Chiron in Goodwood; auf einer Strecke, die einfach nicht gemacht ist für die brachiale Gewalt des Chiron. Am Ende kommen wir heil ins Ziel. Der Bordcomputer zeigt eine Spitzengeschwindigkeit von 202 km/h, der Motor hat in der Spitze 1490 PS geleistet. Zahlen wie aus einem anderen Universum. Meine Welt steht kopf.

Bugatti Chiron (2016) im Test: Mitfahrt





Autor: Stefan Voswinkel

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