Bugatti Konzept 16 C Galibier — 21.09.2009
Bugattis neues Glanzstück
Neue Bilder! VWs Superedelmarke Bugatti glänzt mit dem gewaltigen Limousine Galibier: 16 Zylinder, acht Liter Hubraum, vier Türen. Ob das Konzept in Serie geht, bleibt offen.
Das rundliche Heck ähnelt dem des Porsche Panamera
Historisches Vorbild für den Galibier ist der Bugatti 57 Atlantic von 1938. Kommt eben alles wieder. Auch der Haarschnitt: Wie der Atlantic trägt der Galibier einen markanten Irokesen-Kamm über die gesamte Karosserie. Wie bei Vorkriegsmodellen üblich besteht die Motorhaube aus zwei Flügeln, öffnet heute aber elektrisch mit präzisem Spindelantrieb. Diskussionen dürfte die Heckgestaltung auslösen. Sie ähnelt dem rundlichen Hintern des Porsche Panamera und zeigt große Verwandtschaft mit der D1-Studie, die Volkswagen auf der IAA 1999 präsentierte. Na ja, mit Bugatti bleibt der Entwurf wenigstens in der VW-Familie. Obwohl die Karosserie aus Carbon handgefertigt wird, beträgt das Leergewicht über zwei Tonnen. Selbst Leichtbautüren und -kotflügel aus Aluminium können daran nichts ändern. So ein schweres Kaliber ist normalerweise eine Chauffeurslimousine.
PS-Rekord für Serienlimousinen: Mindestens 800 PS sind eingeplant
Nicht bei Bugatti. "Der Galibier ist kein Gleiter, sondern als sportliches Fahrerauto konzipiert", betont Bugatti-Präsident Franz-Josef Paefgen. Für entsprechenden Vortrieb sorgt der 16-Zylinder aus dem zweisitzigen Veyron. In der Limousine kann das Triebwerk sogar noch mehr. Denn es lässt sich wahlweise mit Benzin oder Ethanol betreiben – ein Öko-Feigenblatt. Mehr nicht. Um das Ansprechverhalten bei niedrigen Drehzahlen zu verbessern, wird der Achtliter-W-Motor statt von vier Turbos von zwei Kompressoren aufgeladen. Trotz Tsunami-Drehmoments im Keller wollte Bugatti nicht auf den PS-Rekord für Serienlimousinen verzichten. 800 bis 900 PS sind eingeplant. Mindestens. Der Tacho reicht vorsorglich bis 400 km/h. Logisch: So viel Kraft schreit nach Gewaltenteilung per Allradantrieb. Ob der Galibier das Doppelkupplungsgetriebe des Veyron oder eher einen Siebenstufen-Wandlerautomaten erhält, müssen allerdings Fahrtests zeigen.
Sonderseite IAA 2009
Innen macht die Bugatti-Limousine natürlich auf Exklusiv-Lounge. Die breite Mittelkonsole aus glänzendem Vavona-Holz spiegelt sich als Konsolenleiste im Dachhimmel. Ansonsten zeigt das Interieur ein extrem reduziertes Ambiente. Nur Klimaregler, das frei programmierbare Fahrerdisplay und zwei Rundinstrumente unterbrechen die glatten Flächen. Links zeigt der Powermeter, wie viel PS der Motor gerade abgibt, rechts sitzt der Tacho. Besonderer Cockpit-Clou: eine Parmigiani-Armbanduhr aus der Schweiz. Das Modell Reverso Tourbillon ist dank des raffiniert gestalteten Lederbands herausnehmbar. So lässt sich jederzeit ein Stück Bugatti am Handgelenk tragen. Ob und wann der Galibier in Produktion geht, will VW Anfang 2010 entscheiden. Ein Serienmodell könnte im März auf dem Genfer Salon stehen – öffentlich bestaunbar für alle.
Kommentar verfassen





































Kommentare zum Artikel (55)
Erstellt
Inhalt
Funktion
Das Design ist eines Bugattis gänzlich unwürdig. Ausser über Leistung kann sich dieses Auto über gar nichts definieren. Schade, schade. Von der Eleganz und Klasser früherer Bugattis weit entfernt. Übringens wurde das Design in ausländischen Foren und Medien verrissen, will heissen, 9 von 10 Kommentatoren haben sich negativ darüber geäussert.
Ausserdem erscheint mir der Gag mit der abnehmbaren Innenuhr lächerlich. Wer sich so ein Auto leisten kann trägt sicher auch schon eine entsprechend teure Uhr am Arm.
Dass im Hintergrund die kleinbürgerlichen Opas aus Wolfsburg mitgemischt haben, sieht man an der Bicolor-Lackierung ganz deutlich. Sowas unharmonisches habe ich schon lange nicht mehr gesehen. Für mein ganz persönliches ästhetisches Empfinden hätte der Silberglanz weiter über die hintere Schulter fortgesetzt werden müssen. Aber das wäre ja in der Herstellung 200 EUR teurer gekommen... tsts
So erinnert die Kiste etwas an den Polo Harlekin.
Also auch dieses Auto wird seine Käufer finden.
Optisch gefällt er mir noch nicht 100% aber das ist auch nur die Designerichtung.
Sehr exklusives Spielzeug... besonders die geteilte Motorhaube und das Interieur gefallen mir - wobei ich das Heck des EB112 schnittiger fand.
Pimp-Panamera.
oder
LSD-Gurke.
Weil Panamera ein Gurke ist.
Weil LSD total unsammenhangendes ein zusammenhang geben kann.