Bugatti Veyron 16.4

Arme reiche Bugatti-Kunden Arme reiche Bugatti-Kunden

Bugatti Veyron 16.4

— 16.12.2005

Arme reiche Kunden

Ein kurioser Knebelvertrag nimmt potentielle Käufer des Millionenschlittens unbarmherzig an die Leine: Mit hoher Anzahlung, Spionageklausel und Rückkaufsrecht sichert sich die VW-Tocher ab.

16 Zylinder, 1001 PS, 407 km/h, 1,16 Millionen Euro. "Mehr Auto geht nicht", hieß es in unserem Fahrbericht über den Bugatti Veyron 16.4 (Heft 33/05). Inzwischen ist klar: Wer den Extremsportwagen erwerben möchte, muß zuvor extreme Zugeständnisse gegenüber der Tochter des Volkswagen-Konzerns machen. AUTO BILD liegt der fünfseitige Kaufvertrag vor, in dem die Pflichten künftiger Bugatti-Besitzer haarklein geregelt sind.

Bezahlung: Nach der Unterzeichnung ist eine Anzahlung in Höhe von 300.000 Euro fällig. "Diese Teilzahlung ist nicht erstattungsfähig, außer ... bei Nichtverfügbarkeit des bestellten Fahrzeuges." Mit anderen Worten: Überlegt es sich der Käufer anders, ist das Geld futsch.

Reparaturen: Der Käufer willigt ein, daß sein Auto zur Wartung/Reparatur nach Frankreich ins Werk geholt werden kann.

Onboard-Diagnose: Es ist erlaubt, "über Satellit oder auf anderem Wege technische Daten ... und Betriebs-Informationen zu generieren, ... insbesondere Motor- und Reifendaten." Big Brother Bugatti.

Weiterverkauf: Will der Eigner seinen Schatz veräußern, muß er den Hersteller informieren und ihm ein Vorkaufsrecht einräumen – "um die Reputation und die Integrität ... der Marke Bugatti nicht zu gefährden". Solvente Herren aus dem Rotlichtmilieu scheiden als Ankäufer somit aus.

Sonderbestimmungen: "Der Käufer nimmt zur Kenntnis und erkennt an, daß der Bugatti Veyron 16.4 ein außergewöhnliches, einzigartiges und leistungsstarkes Fahrzeug ist." Na, wenn das so ist...

Diesen Beitrag empfehlen

Anzeige

Automarkt

Finden Sie im Automarkt von autobild.de Ihren Gebrauchtwagen.

Bei autohaus24.de Neuwagen günstig kaufen und Geld sparen.