Bugatti Veyron vs. Hennessey Venom GT

Hennessey Venom GT Bugatti Veyron Super Sport Hennessey Venom GT

Bugatti Veyron vs. Hennessey Venom GT

— 09.04.2013

Streit um den Top-Speed-Titel

Bugatti Veyron Super Sport und Hennessey Venom GT zanken sich um den Titel des schnellsten Serienautos. Wer hat denn nun die Nase vorn?

Der schnellste Serienrenner aller Zeiten

Video: Bugatti Veyron Super Sport

Ja, es ist wirklich überaus seltsam sich vorzustellen, man könne an Bord eines 1200 PS starken Bugatti Veyron Super Sport von einem Hennessey Venom GT überholt werden. Doch genau darum soll es hier gehen. Denn: Die fünf Kunden, die sich einen Veyron Super Sport gesichert haben, erhalten das Fahrzeug mit einer elektronischen Fußfessel. Bei 415 Sachen ist in freier Wildbahn Schluss, denn dann läuft der Edelflitzer in den Begrenzer. Zwar überquert der Bugatti bei dieser Geschwindigkeit in jeder Sekunde ein ganzes Fußballfeld, ein Hennessey Venom GT kann da aber noch eine Schippe drauflegen – zumindest theoretisch. Das 1260 PS starke Geschoss aus den USA kennt keine begrenzende Elektronik und rennt ungehemmte 427 km/h. Wandert der Titel vom schnellsten Serienauto der Welt also vom Elsass nach Kalifornien. Vielleicht. Aber vielleicht auch nicht.

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Der Veyron Super Sport erreicht offiziell bestätigte 431 km/h, ist in der Serie aber auf 415 km/h begrenzt.

Dagegen spricht, dass der Bugatti Super Sport schneller könnte. 431 km/h erreichte der französische Sportwagen im Mittel bei zwei Läufen (Mit Rücken- und Gegenwind) auf der VW-Teststrecke in Ehra-Lessien. Offiziell bestätigt und zertifiziert via "Guinness World Records". Aus "Gründen der Sicherheit" – sofern man jenseits der 400 Sachen überhaupt noch von Sicherheit sprechen kann – begrenzt Bugatti die Geschwindigkeit künstlich auf die erwähnten 415 km/h. Damit ist die Angelegenheit aus Sicht der Henessey-Leute klar. Das schnellste Serienauto der Welt sollte auch im Serientrimm das schnellste Serienauto der Welt sein. Und das trifft auf den Bugatti schlicht und ergreifend nicht zu. Allerdings hängen sich die Amis da selbst ein wenig weit aus dem Fenster. Denn die angeblich erreichte Geschwindigkeit ihres Venom GT ist alles, nur nicht offiziell bestätigt. Unabhängige Prüfer wurden zum Testlauf nicht geladen. Lediglich ein Video wurde zum Beweis ins Netz gestellt.

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Chassis und Karosserie des Hennessey Venom GT basieren auf dem Lotus Elise. Der 6,2 Liter große V8-Biturbo von Chevrolet leistet 1260 PS.

In der Sunday Times erklärte ein Pressesprechen von "Guiness World Records" nun, dass die Deaktivierung des elektronischen Begrenzers im Veyron gegen die Regeln verstößt. Der Weltrekord sei daher ungültig. Wer den Titel des schnellsten Serienautos nun aber tatsächlich für sich beanspruchen darf, steht noch nicht fest. Bis zur offiziellen Bestätigung der vom Hennessey Venom GT erreichten Geschwindigkeit müsste der Veyron die Nummer eins bleiben. Mit seinen elektronisch begrenzten 415 km/h ist er immer noch schneller als der Shelby Ultimate Aero, der 2007 eine Rekord-Geschwindigkeit von 412 km/h erreichte. Sollte Hennesey dann einen offiziellen Rekord aufstellen, geht der Titel aus dem Elsass wirklich offiziell an die Amis. Gut möglich, dass Bugatti aber bis dahin sein "Sicherheitsproblem" in den Griff bekommt. Bei einer "Rückruf-Aktion" könnte der elektronische Begrenzer aller fünf gebauten Super Sport nachträglich entfernt werden – und der Streit ginge wieder von vorne los.

Bilder: Veyron Super Sport vs. Venom GT

Bugatti Veyron Super Sport Hennessey Venom GT Bugatti Veyron Super Sport

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