Zoll

Bulgarische Grenze

— 24.07.2009

Vorsicht vor Betrügern

Autofahrer auf den Weg nach Bulgarien sollten Vorsicht walten lassen: Korrupte Grenzbeamte verlangen ein Attest, dass Reisende nicht mit der Schweinegrippe infiziert sind und kassieren völlig zu Unrecht Bußgelder.

An bulgarischen Grenzübergängen haben koruppte Grenzbeamte eine besondere Methode entwickelt, sich etwas dazu zu verdienen: Laut ADAC verlangen die Betrüger von Touristen ein Gesundheitsattest, das nachweist, dass sie nicht an Schweinegrippe erkrankt sind. Die können das in Wahrheit nicht existierende Attest natürlich nicht vorlegen und sollen dann ein angeblich fälliges Bußgeld zahlen. Der ADAC weist deshalb darauf hin, dass Bulgarienreisende keinen Nachweis darüber benötigen, dass sie nicht mit dem sogenannten Schweinegrippe-Virus infiziert sind. Auf keinen Fall sollten sich Autofahrer an der Grenze "Zwangsimpfen" lassen. Weder gibt es einen Impfstoff gegen die Schweinegrippe, noch ist bekannt, was die Betrüger dort spritzen.

Formular zum Download

Die bulgarische Botschaft hat bereits auf die Betrugsfälle reagiert. Unter www.mfa.bg/berlin könne Reisende ein zweisprachiges Dokument "Bescheinigung zur gesundheitszeugnisfreien Einreise nach Bulgarien" herunterladen. Es bestätigt, dass kein Attest erforderlich ist. Damit sollen korrupte Beamte abgeschreckt werden. Falls ein Reisender dennoch aufgefordert wird, einen solchen Nachweis zu erbringen, sollte er den Zeitpunkt, den Grenzübergang, den Namen des Beamten sowie die Farbe der Uniform (grün oder blau) notieren. Wichtig ist, sofort telefonisch die Bulgarische Botschaft in Berlin (Telefon 030/2010922 oder 23/24/25/26) über den Vorfall zu informieren.

Erhöhte Vignetten-Preise

Auch beim Vignettenkauf sind die Grenzbeamten erfinderisch: Nicht selten bereichern sich nach Aussagen von ADAC-Mitgliedern schwarze Schafe unter den Grenzern durch überhöhte Vignettenpreise oder nötigen Autofahrer zum Kauf einer Monats- oder Ganzjahresvignette, weil Sieben-Tages-Vignetten angeblich vergriffen wären. Um sicher zu gehen, die Mautplakette zum regulären Preis zu erwerben, sollten sich Reisende vorher über den aktuellen Kaufpreis zu informieren. Außerdem sind laut Auskunft der für den Vertrieb der Vignetten zuständigen Behörde an allen Grenzübergängen genügend Sieben-Tages-Vignetten vorrätig. Stellt sich der Grenzbeamte stur, hilft es mitunter, den Vorgesetzten zu verlangen. Auch in diesem Fall sollte der Name des Grenzbeamten notiert werden. Auf keinen Fall ohne Vignette weiterfahren: Mautverstöße werden mit Bußgeldern von 50 Euro bestraft.

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