Bundesamt veröffentlicht Unfallstatistik

Bundesamt veröffentlicht Unfallstatistik

— 18.06.2014

Mehr Verkehrstote im April

25 Prozent mehr Verkehrstote: Die Zahl aus dem April 2014 ist alarmierend. Die Statistiker verweisen auf das sonnige und trockene Motorradwetter.

(dpa/jb) Auf Deutschlands Straßen sind im April 2014 deutlich mehr Menschen tödlich verunglückt als ein Jahr zuvor. 301 Menschen seien bei Verkehrsunfällen ums Leben gekommen: 25,4 Prozent mehr als im gleichen Vorjahreszeitraum, berichtete das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am 18. Juni 2013. Nach Einschätzung der Statistiker hat vermutlich das sonnige und trockene Wetter zu dem starken Anstieg beigetragen. Dann sind erfahrungsgemäß mehr Radler und Motorradfahrer unterwegs, die im Vergleich mit Auto-Insassen bei einem Unfall öfter getötet oder verletzt werden. Außerdem wird schneller gefahren als bei schlechtem Wetter.

Zweiradfahrer sind bei Unfällen häufiger die Leidtragenden

Eine Sprecherin erläuterte, dass bereits im März ein Anstieg bei in Unfälle verwickelten Zweiradfahrern zu messen war, was ebenfalls auf das gute Wetter zurückgeführt wurde. Die detaillierten Auswertungen für April liegen den Statistikern aber noch nicht vor. Deshalb kann nicht offiziell bestätigt werden, dass die Anzahl an betroffenen Motorradfahrern gestiegen ist. Die Erfahrung der vergangenen Jahre würde jedoch nach Angaben der Sprecherin zeigen, dass gutes Wetter im Frühling fast immer mit einer unerfreulichen Entwicklung der Zahl der Verkehrstoten einher geht, und dabei hauptsächlich Zweiradfahrer betroffen sind. Der diesjährige Anstieg könne deshalb sehr wahrscheinlich auf die Wetterlage zurückgeführt werden. Die Zahl der Verletzten im April stieg ebenfalls (im Vergleich zum Vorjahr um zwölf Prozent) auf 31.500.

Weniger Unfälle, mehr Verletzte

Der Trend seit Jahresbeginn setzt sich also fort: In den ersten vier Monaten kamen 941 Menschen im Straßenverkehr ums Leben – 10,2 Prozent mehr als von Januar bis April 2013. Die Zahl der Verletzten stieg um 13,8 Prozent auf 111.400. Die Menge der polizeilich erfassten Unfälle war dagegen in den ersten vier Monaten dieses Jahres um 0,5 Prozent auf 743.100 geschrumpft.

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