Bundeswehr: Radfahrzeuge

Bundeswehr: Radfahrzeuge

— 22.07.2010

Voller Einsatz im Gelände

Sie sehen nicht nur spektakulär aus, sie haben auch einiges auf dem Kasten: Dingo, Boxer, Wolf & Co – autobild.de zeigt und erklärt wichtige Radfahrzeuge der Bundeswehr.

"Y-Tours: Wir buchen, Sie fluchen!" lautet der sarkastische Werbespruch, den jeder Soldat im Kopf hat, wenn er im Auftrag der Truppe in den Einsatz zieht. Denn anders als die mehr oder weniger zivilen Fahrzeuge aus dem Bundeswehr-Fuhrpark, sind die Spezial-Vehikel mit dem Y im Nummernschild zwar meist überaus robust, kugelsicher und geländegängig – dafür aber alles andere als bequem. Aus gutem Grund: Der Alltag im Einsatzgebiet ist härter als jede kuschelweiche Sitzpolsterung. Was zählt, sind Zuverlässigkeit, Effektivität oder Haltbarkeit – und im Fall der Fälle eine möglichst dicke Panzerung.

LAPV 7.XLAPV 6.X und LAPV 5.4: Gepanzerte Allrad-Monster

Der Fennek ("Wüstenhund") soll den Gegen ausspionieren und kommt mit schwerstem Gelände klar.

Letztere hat der Wolf ab Werk nicht zu bieten. Die militärische Variante der Mercedes G-Klasse, interne Bezeichnung R 461, ist das Arbeitspferd der Bundeswehr und nimmt es mit so gut wie jedem Gelände auf. 10.000 Wölfe befinden sich laut Angaben der Bundeswehr derzeit im Y-Einsatz. Wo es für den ungepanzerten Graurock zu gefährlich ist, mutiert der Wolf zum Enok ("Marderhund"). Der nimmt es als leichtes gepanzertes Patrouillenfahrzeug LAPV (Light Amoured Patrol Vehicle) mit jeder Art von Sturmgewehr-Munition und Minen auf.

KMW AMPV gegen Porsche Cayenne: Duell der Super-SUV

An Bord des Mungo haben zehn Fallschirmjäger Platz – zwei sitzen im klimatisierten Führerhaus.

Eine Nummer größer ist das AMPV (Armoured Multi-Purpose Vehicle) unterwegs, das von Krauss-Maffei Wegmann (KMW) und Rheinmetall gebaut wird. Das Patrouillenfahrzeug ist voll gepanzert und wiegt sieben Tonnen – ist im Gelände aber so beweglich wie ein leichter Geländewagen. Vor keiner Offroad-Herausforderung verstecken müssen sich auch Dingo 2, Boxer und Fennek. Der Dingo ist ein Allschutz-Fahrzeug, das Soldaten transportiert, Verletzte aufnehmen kann und parallel per Radar Luft und Boden überwacht. Der Boxer ist ein riesiger Transportpanzer mit Platz für bis zu acht Soldaten, während der sehr flach gebaute Fennek fürs Ausspähen des Gegners zuständig ist. 120 Sachen schafft der Wüstenfuchs auf der Straße. Theoretisch. In der Praxis ist aber bei 92 km/h Schluss – das verlängert die Haltbarkeit und schont die Besatzung. Muss ja irgendwann Schluss sein, mit der Flucherei. Noch mehr Bundeswehr-Spezialfahrzeuge mit Tiernamen gibt's in der Bildergalerie.

Oshkosh M-ATV: Der gepanzerte Bruder des Hummer









Diesen Beitrag empfehlen

Kommentare

Datenschutz

Die Technik der Kommentarfunktion "DISQUS" wird von einem externen Unternehmen, der Big Head Labs, Inc., San Francisco/USA., zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen, insbesondere darüber, ob und wie personenbezogene Daten erhoben und verarbeitet werden, finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen

comments powered by Disqus
Anzeige

Automarkt

Finden Sie im Automarkt von autobild.de Ihren Gebrauchtwagen.

Bei autohaus24.de Neuwagen günstig kaufen und Geld sparen.