Bundeswehr: Transportfahrzeug Boxer — 30.01.2012
Gepanzerter Wachhund
Mehr Sicherheit im Einsatz: Ab sofort patrouilliert der Boxer für die Bundeswehr. Der neue Radpanzer ist extrem vielseitig und verwöhnt seine Besatzung dazu mit ungewohntem Komfort.
Der 33 Tonnen schwere Boxer steigt mit einem 720 PS-V8-Diesel in den Ring. Offiziell ist er ein Transporter der mittleren Gewichtsklasse, auch "
Gepanzertes
Transport
kraftfahrzeug" (GTK) genannt. Sein Vorteil im Vergleich zu seinem Vorgänger, dem Transportpanzer Fuchs: Der Boxer ist überaus agil und verfügt über eine wesentlich effektivere Panzerung. "Dadurch besitzt der Boxer in schwerem Gelände eine mit einem Kampfpanzer vergleichbare Mobilität", erklärt Christoph Müller, Sprecher vom Panzer-Spezialisten Krauss-Maffei Wegmann. Attribute, die im schwierigen Gelände Afghanistans entscheidend sind. Zur Verteidigung wird mit einem ferngesteuerten MG oder per Granatwerfer ausgeteilt.
Fast einzigartig ist die Wandlungsfähigkeit des Boxers: In knapp 20 Minuten kann sich das bullige Gefährt in eine Führungseinheit, einen Truppentransporter oder ein Sanitätsfahrzeug "verwandeln". Sein 8x8-Fahrwerk mit permanentem Allradantrieb (vier angetriebene Achsen) als Basis ist losgelöst von den Aufbauten. Je nach Lage im Einsatz können verschiedene Module mit einem Kran auf die Achsen gesetzt werden. Das Fahrgestell erkennt digital, was es gerade huckepack trägt und stellt sich automatisch auf die Anforderungen ein. Die Plug & Drive genannte Fähigkeit ist auf dem Markt gepanzerter Einsatzfahrzeuge eine Innovation. Zuvor mussten die Fahrzeuge aufwendig umgearbeitet werden. So zum Beispiel der amerikanische Truppentransporter Stryker, der auf dem Mowag Pirianha III basiert.
Im Gegensatz zum militärischen Sonderfahrzeug
Bison, das auf dem zivilen
Mercedes Actros aufbaut, handelt es sich beim Boxer um ein rein militärisches Fahrgestell. Dieses wurde in Deutsch-Niederländischer Zusammenarbeit mit Rheinmetall und Krauss-Maffei Wegmann entworfen und umgesetzt. Im Jahr 2006 wurde die Beschaffung von insgesamt 272 Boxer durch den Deutschen Bundestag genehmigt. Nachdem die ersten fünf Fahrzeuge 2011 ihre Feuerprobe in Afghanistan bestanden haben, kommt nun Nachschub. Die Boxer werden mit dem Transportflugzeug Antonow An-124 ins Einsatzgebiet geflogen. "Es ist ein sehr großer Fortschritt zum Truppenpanzer
Fuchs. Er ist super geländegängig, hat sehr viel PS und lässt sich echt super beschleunigen. Ich bin sehr zufrieden damit", berichtet ein Soldat über den Boxer. Neben der Panzerung profitieren die Soldaten auch von etwas Komfort. Neben einer Rückfahrkamera, Heizung oder Klimaanlage ist sogar eine Toilette an Bord.
Wie der Boxer funktioniert, sehen Sie in der Bildergalerie!
Kommentare zum Artikel (18)
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Stakes und interessantes Stück aber dass ein Schild mit Pfeil darauf hinweisen muss dass hier ein Toilettensitz ist,finde ich beschämend!
haben diese eier auch die euro6 norm
Das Gefährt hat die Redaktion restlos überzeugt, nur hat nach wie vor der VW Up! die Vorteile in der Stadt und in Parkhäusern in der Hand und ist somit der Testsieger... aber für den Solventen Kunden empfehlen wir die Duofinanzierung bestehend aus dem Boxer sowie dem passenden Modul um dem Up! zum gewünschten Einsatzort zu transportieren.
Die Verarbeitung lässt sehr zu wünschen übrig, das viele unverkleidete Blech im Innenraum lässt ihn billig wirken. Hoffe das wird beim Facelift korrigiert!
mir fehlt die Isofix-Kindersitzhalterung, ausserdem fände ich ihn als Cabrio schöner :-)