Busfahrer in der Kritik

Busfahrer in der Kritik

— 16.06.2003

Null Promille im Reisebus

ADAC und Verkehrswacht fordern ein absolutes Alkoholverbot und besseres Training fr Reisebusfahrer.

Nach den schweren Busunglcken in den vergangenen Wochen fordert der ADAC jetzt ein generelles Alkoholverbot fr Busfahrer. Im Gegensatz zu den Kollegen im Linienverkehr unterliegen die Fahrer von Reisebussen lediglich den gesetzlichen Bestimmungen wie jeder andere Autofahrer auch. Linienbusfahrer drfen whrend ihres Dienstes und der Dienstbereitschaft keinen Alkohol trinken.

Nach den gltigen Promillegrenzen kommen Reisebusfahrer demnach mit bis zu 0,3 Promille im Blut ohne Strafe davon, wenn sie sich unauffllig verhalten. Dagegen werden nach einem Unfall oder bei aufflligem Verhalten mindestens sechs Monate Fhrerscheinentzug und sieben Punkte in Flensburg verhngt. Die Grenze zur absoluten Fahruntchtigkeit liegt bei 1,1 Promille.

Nach Ansicht der Deutschen Verkehrswacht (DVW) sollten die Fahrer von Reisebussen zudem systematisch das Verhalten in schwierigen Verkehrssituationen trainieren. "Die Fahrpraxis allein bringt es nicht", so Verbandsdirektor Norbert Weigang. Bei Tests im Fahrsimulator htten die Fahrer schnell gemerkt, welche Probleme sie schon bei vergleichsweise harmlosen Situationen wie beispielsweise bei Nsse bekommen. DVW-Prsident Heinz Hardt ist von zustzlichen technischen Vorkehrungen wenig berzeugt und fordert engmaschigere Kontrollen der Fahrer und Busse. "Bei den Lenk- und Ruhezeiten scheint einiges im Argen zu liegen", vermutet Hardt.

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