BYD verteidigt E-Auto-Sicherheit

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BYD verteidigt E-Auto-Sicherheit

— 31.05.2012

"Auch Benziner können brennen"

Nach dem tödlichen Taxi-Unfall hat BYD die Sicherheitsstandards seines Elektroautos E6 verteidigt. Der Aufprall des Unfallgegners sei einfach zu stark gewesen.

(dpa) Nach dem tödlichen Unfall mit einem Elektroauto hat der chinesische Hersteller BYD sein Design und die Sicherheitsstandards verteidigt. Die besondere Schwere des Unfalls hätte bei jedem Fahrzeug "zu großer Gefahr für Passagiere und Fahrer geführt", hieß es in einer Erklärung. "Selbst Benzinfahrzeuge können brennen." Bei dem Unglück, das in China eine Debatte über die Sicherheit von Elektroautos ausgelöst hatte, waren am 26. Mai 2012 im südchinesischen Shenzhen in einem E-Taxi vom Typ BYD E6 drei Menschen ums Leben gekommen. Der Sportwagen, der mit dem Taxi kollidierte, sei mindestens 180 km/h schnell gefahren. Das schwere Elektroauto sei über drei Fahrspuren und gegen einen Baum geschleudert und dann zurückgeprallt. Der Wagen sei schwer zerstört gewesen und in Flammen aufgegangen, hieß es in der Erklärung des Herstellers.

Daimler und BYD bauen das Elektroauto "Denza"

Komplett ausgebrannt: Jetzt stellt sich die Frage, ob die Lithium-Batterien das Feuer begünstigt haben.

BYD baut mit Daimler in einem Joint Venture ein eigenes Elektroauto namens Denza für den chinesischen Markt. Das BYD-Modell E6 sei sicherheitsgeprüft gewesen und habe alle Crashtests nach nationalen Standards bestanden, teilte BYD mit. Auch die Batterie habe dabei eine 50-prozentige Deformation überstanden, ohne sich zu entzünden. Solche Elektrotaxis seien in Shenzhen seit zwei 2010 im Einsatz und hätten zusammen über 15 Millionen Kilometer zurückgelegt. Den Angaben zufolge hat es 18 Kollisionen gegeben, ohne dass Personen verletzt wurden oder Fahrzeuge brannten. BYD (Build Your Dreams) sei fest davon überzeugt, dass der Unfall die Entwicklung der E-Mobilität "nicht negativ beeinflussen" werde, hieß es. Auch der Vizegeneralsekretär der Personenwagenvereinigung Chinas, Cui Dongshu, wies Zweifel an E-Fahrzeugen zurück. "Die Kollision war eher ungewöhnlich", sagte der Experte in Peking. Er verwies auf den extrem schnellen Sportwagen: "Wenn man mit derart extremer Wucht getroffen wird, kann alles passieren."

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