Byton SUV Concept (2019): Elektroauto, Preis, Test, Reichweite

Byton SUV Concept (2019): Elektroauto, Preis, Test, Reichweite

Byton SUV Concept M-Byte (2019): Elektroauto, Preis, Reichweite, Test

Elektro-SUV zum Kampfpreis

Die neue chinesische Marke Byton zeigt ein SUV mit Elektroantrieb, das bei Bedarf auch vollautonom fährt. Der Preis des M-Byte ist eine echte Kampfansage an die Konkurrenz. Alle Infos!

Vorstellung: Midsize-SUV mit Leuchteffekten

Kameratechnik ersetzt herkömmliche Rückspiegel und Türgriffe.

Video: Byton SUV (CES 2018)

Smartes Elektro-SUV

Das chinesische Start-up-Unternehmen Future Mobility (FMC) hat auf der CES in Las Vegas (9. bis 12. Januar 2018) ein elektrisches SUV präsentiert. Dabei handelt es sich um eine seriennahe Studie, die weitgehend dem Serienmodell gleichen soll, das 2019 auf den Markt kommt. Die Automobilsparte des Konzerns heißt "Byton" und wurde erst 2017 gegründet. Der Name ist eine Abkürzung von "Bytes on Wheels". Der Geschäftsführer der neuen Marke, Carsten Breitfeld, ist der ehemalige Chefentwickler des BMW i8, und auch andere Manager und Ingenieure wurden von namhaften Hightech-Unternehmen wie Google abgeworben. Der Hauptsitz des Unternehmens befindet sich zwar in China, doch auch in Kalifornien und München hat Byton Entwicklungsstandorte. Das erste Modell M-Byte hat mit 4,85 Metern Länge ungefähr das Format eines BMW X5. Das Design wird von der flachen Dachlinie geprägt, die stark an ein Coupé erinnert. Der lange Radstand und die markanten 22 Zoll großen Felgen verleihen dem Stromer einen markanten Auftritt. In der Seitenansicht fallen die kurzen Überhänge und die fehlenden Türgriffe auf. Letztere wurden durch Gesichtserkennungskameras ersetzt, die das Auto für den Fahrer entriegeln. Dieser kann von innen die anderen Türen für Mitfahrer gezielt öffnen. Auch die Rückspiegel wurden durch Kameras ersetzt. Deren Bilder werden zusammengefügt und dem Fahrer angezeigt. An der Front des M-Byte prangen flache LED-Scheinwerfer, die durch schmale LED-Streifen ergänzt werden. Je nach Ladezustand der Akkus stellen diese eine andere Leuchtsignatur da. Das Fahrzeug begrüßt den sich nähernden Besitzer sogar mit einer Lichtshow.

Innenraum: Erste Sitzprobe im Elektro-SUV

Die erste Sitzprobe im Byton-SUV ist vielversprechend: es gibt viel Platz und jede Menge Hightech-Features.

Der Einstieg ins M-Byte Concept ist typisch SUV, also hoch und einfach. Hinter dem Lenkrad fällt sofort das Achtzoll-Display ins Auge. Darüber lassen sich Klimatisierung und Sitzeinstellung ändern. Durch das Entfallen des Mitteltunnels für den Antrieb und das Wegbleiben klassischer Bedienelemente in der Mittelkonsole entsteht ordentlich Freiraum zwischen Fahrer- und Beifahrer. Um zwölf Grad lassen sich die Vordersitze zueinander drehen, laut Byton auch später in der Serienversion. Das eigentliche Highlight ist aber der riesige Bildschirm namens "Shared Experience Display", der sich mit einer Breite von 125 Zentimetern über das komplette Armaturenbrett zieht. Auf dem Lenkradkranz befindet sich ein weiteres Touchdisplay. Beim Fahren bleibt das Display im Volant an Ort und Stelle, nur der Lenkradkranz wird bewegt. Mitfahrer haben die Möglichkeit, ihr Handy in den Türen zu platzieren und über eine App selbst Einstellungen für Sitze und mehr vorzunehmen. Auf den Rückseiten der Vordersitze befinden sich zwei weitere Displays, die über dieselbe Bedienlogik verfügen.

Fahren: Kurze Mitfahrt im Byton Concept

Das Mega-Display (1,25 Meter breit, 25 Zentimeter hoch) stört beim Blick auf die Straße nicht. Ob hingegen der Inhalt ablenkt, ließ sich bei der kurzen Mitfahrt nicht herausfinden. Beim Fahren bleibt das Display im Volant an Ort und Stelle, nur der Lenkradkranz wird bewegt. Das sieht bei der Mitfahrt ungewohnt aus, müsste man aber einfach mal selber im Alltag testen. Der Airbag liegt unterhalb des Bildschirms. Obwohl das Concept aus dem Stand mit ordentlichem Druck beschleunigt, beteiligt sich Byton nicht an irgendwelchen Sprintrekorden. Trotzdem soll die Topversion in 5,5 Sekunden auf Tempo 100 sein.

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Connectivity: Über 80 Prozent der Studie gehen in Serie

Ein durchgehender Bildschirm überzieht das komplette Armaturenbrett und macht herkömmliche Schalter überflüssig.

Besonders stolz ist Byton auf die die High Tech-Austattung des M-Byte. Auf Wunsch lässt sich das durchgehende Display so konfigurieren, dass auf bis zu drei seperaten Fenstern verschiedene Informationen nebeneinander angezeigt werden. Bedient wird der Bildschirm über eine intelligente Sprachsteuerung, die sich um zusätzliche Assistenten wie Alexa von Amazon ergänzen lässt oder über eine spezielle Smartphone-App. Neben Sprachbefehlen hört der Byton auf Gestensteuerung, die im Bereich der Sensoren in der Mittelkonsole geschehen müssen. Dabei wird der Zeigefinger zum Curser auf dem Bildschirm, eine offene Hand aktiviert das Menü und ein angedeutetes Greifen wird als Aktivieren verstanden. Klingt alles logisch und sieht nicht kompliziert aus. Obwohl sich Gestensteuerung bisher nicht so recht durchsetzen konnte, macht sie im M-Byte Sinn. Wie sollte man ansonsten den XXL-Screen bedienen? Touchfunktionen oder Drehregler sind bei diesen Distanzen unangebracht. Eyetracking wäre noch eine Möglichkeit. Das "Shared Experience Display" passt seine Helligkeit selbsständig den herrschenden Lichtverhältnissen an. Das Touchdisplay auf dem Lenkrad zeigt Basisinformationen wie die Pfeilnavigation an. Außerdem wird die Lautstärke des Multimediasystems über dieses Bedienelement geregelt. Aber wie realistisch ist dieser gigantische Bildschirm überhaupt für die Serie? Absolut! Byton verspricht, der werde so kommen. Mehr als 80 Prozent des Concepts gehen in Serie und das gilt auch so für das Innenraumkonzept.

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Motoren und Preise: Das Byton-SUV dürfte 43.000 Euro kosten

Die Batterie-Pakete sind aus Sicherheitsgründen in den Fahrzeugboden integriert.

Je nach Ausführung wird der M-Byte entweder von einem Elektromotor auf der Hinterachse oder je einem E-Aggregat auf beiden Achsen angetrieben. Der Hecktriebler leistet 200 kW und 400 NM, während die Allradversion 300 kW und 710 NM Drehmoment auf die Achsen verteilt. Die Reichweite der Akkus beträgt wahlweise 400 Kilometer, beziehungsweise 520 Kilometer mit dem erweiterten Batteriepaket. Die Energiespeicher sind crashsicher in den Fahrzeugboden integriert. Natürlich hat das SUV auch Technik für vollautonomes Fahren an Bord. Kameras, Radarsysteme und Laserscanner sind für die Orientierung des Fahrzeugs zuständig. Der Byton soll nächstes Jahr in China auf den Markt kommen. Für Deutschland prüft Byton gerade verschiedene Optionen zur Direktvermarktung. Nur die versprochenen 45.000 Dollar dürfe man so nicht in Euro umrechnen. Das gilt zunächst für China. In Deutschland wird der Byton M-Byte auf Preisniveau von X3 und Q5 liegen, also bei ca. 43.000 Euro. Und das gilt auch nur für die Basisversion. Höhere Ausstattungspakete mit Panoramadach oder stärkeren E-Motoren werden mehr kosten. Die Optionen sollen aber im überschaubaren Rahmen bleiben.

Byton SUV Concept (2019): Elektroauto, Preis, Test, Reichweite

Robin Hornig

Robin Hornig

Fazit

Byton wird nicht wie Faraday Future nach kurzem Debüt von der Bildfläche verschwinden. Dafür ist das Concept zu durchdacht. Was wirklich Eindruck macht, ist der Grundgedanke hinter dem Fahrzeug: eine Plattform zu schaffen, die mit der raschen technologischen Entwicklung gehen kann und sich updaten lässt. Das hat Zukunft!

Autoren: Elias Holdenried,

Stichworte:

SUV Autonomes Fahren

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