Cadillac CTS: New York Auto Show 2013

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Cadillac CTS: New York Auto Show 2013

— 26.03.2013

Angriff auf den 5er

Cadillac präsentiert den neuen CTS und wirft BMW den Fehdehandschuh hin. Die Ami-Limousine soll dem 5er in Sachen Dynamik in nichts nachstehen.

Cadillac präsentiert auf der New York Auto Show 2013 den neuen Cadillac CTS. Das neue Modell fordert die deutsche Konkurrenz in der oberen Mittelklasse heraus. Ganz speziell haben es die Amis auf den 5er von BMW abgesehen. Ein couragiertes Vorhaben, aber alles andere als übermütig. Bereits der 2012 erschienene Cadillac ATS hat den BMW 3er mit seiner Fahragilität ordentlich ins Schwitzen gebracht, bevor sich der Bajuware im Vergleichstest knapp durchsetzen konnte. An der Leidenschaft des kleinen Bruders will sich der große CTS nun ein Beispiel nehmen. Und nicht nur daran: Auch das scharfkantige Design wirkt wie vom ATS kopiert. Sogar Details wie das Scheinwerferdesign wurden übernommen. Die Leuchten ziehen sich weit in Motorhaube und Kotflügel hinein, so als hätten die noch wachsweichen Kunststoffteile bei der ersten Vollgas-Beschleunigung der Trägheit nicht standgehalten. Seiten- und Heckansicht bieten ebenfalls wenig Differenzierungsmerkmale. Wer Probleme hat, den 3er vom 5er zu unterscheiden, der dürfte bei ATS und CTS ebenfalls Schwierigkeiten bekommen. Obwohl der CTS mit gut 4,96 Metern Länge deutliche 30 Zentimeter mehr misst. Seinen Vorgänger übertrumpft der Neue damit um gute zehn Zentimeter.

Überblick: Die Stars der New York Auto Show 2013

Mit 4,96 Metern Länge ist der Cadillac CTS rund fünf Zentimeter länger als seine deutschen Konkurrenten Audi A6, BMW 5er und Mercedes E-Klasse.

Mehr Länge und gleichzeitig weniger Gewicht – dieses Paradoxon löst Cadillac durch neue Leichtbauteile wie die aus Alu bestehenden Türen. 1640 Kilo Leergewicht sind ein gutes Ergebnis für die Fünf-Meter-Limo. Macht knapp zwei Zentner weniger als beim Vorgänger. Neben dem geringen Gewicht dürfte die Agilität von der (fast) gleichmäßigen Verteilung der Masse auf Vorder- und Hinterachse profitieren – BMW lässt grüßen. Das trifft besonders für den neuen CTS Vsport zu. Unter der Haube des Top-Modells kommt ein neu entwickelter 3,6-Liter-V6-Biturbo zum Einsatz, der es auf 420 PS bringt. Mit dieser Leistung und Beschleunigungszeiten von unter fünf Sekunden auf 100 km/h, stößt der Vsport in Regionen von Audi S6 (420 PS), BMW 550i und Mercedes E 500 (beide 407 PS) vor. Die Power verwaltet beim Vsport erstmals eine Achtgang-Automatik – die erste überhaupt in einem Cadillac. Für die Verzögerung sind Hochleistungs-Bremsen von Brembo zuständig. Daneben gibt es serienmäßig eine schnellere Lenkübersetzung und ein verstellbares Magnetic-Ride-Fahrwerk. Wer da an Audi denkt, ist auf dem Holzpfad. Die Technologie mit den in Öl schwimmenden Metallpartikeln, die durch Anlegen einer Spannung die Viskosität des Öls und dadurch die Härte der Dämpfer verändern, bieten die Ingolstädter zwar auch an. Erstmals auf den Markt gebracht hat das System aber Cadillacs Konzernmutter GM in der Corvette C5.

Vergleichstest: Cadillac ATS gegen BMW 328i

Im Innenraum des neuen CTS gibt es reichlich Komfort. Neben zwanzigfach verstellbaren Sitzen ist sogar ein elektrischer Cup-Holder an Bord.

Neben dem V6-Biturbo ist noch ein 3,6 Liter großer V6 ohne Aufladung erhältlich. Den 325 PS starken Antrieb kennen wir ebenso aus dem ATS wie den 2,0 Liter großen Vierzylinder-Turbo. Der 276 PS starke Antrieb übrigens ist eine Leihgabe des Opel Insignia. Der kleine Turbo wird grundsätzlich nur mit einer Sechsstufenautomatik gekoppelt. Wer sich bei den V6-Modellen für den optionalen Allradantrieb entscheidet, muss ebenfalls auf die neue Achtgangautomatik verzichten und bekommt das ältere Räderwerk mit lediglich sechs Fahrstufen an den Motor gedockt. Werfen wir noch einen Blick in den Innenraum. Der sieht anständig verarbeitet aus und macht einen komfortablen Eindruck. Trotz aller sportlichen Ambitionen zielen auch die zwanzigfach verstellbaren Sitze eher auf Gemütlichkeit ab. Optional erhältlich sind ein 12,3 Zoll großer Farbmonitor sowie ein Head-up-Display. Ab Werk ist ein Bose-Soundsystem mit elf Lautsprechern an Bord, das sich auf Wunsch zu einem Bose-Surround-Soundsystem mit 13 Lautsprechern upgraden lässt. Beim Thema Sicherheit rüstet Cadillac kräftig auf. Zahlreiche Sensoren steuern nicht nur den neuen Parkassistenten. Sie beliefern auch Kollisionswarner, Spurhalteassistent und Totwinkel-Warner mit wichtigen Daten. Preise nennt Cadillac noch nicht. Sie werden aber in Anbetracht der umfangreichen Ausstattung nicht zurückhaltend kalkuliert sein. In Europa dürfte der neue CTS Ende 2013 auf den Markt kommen.

Der neue Cadillac CTS

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