Car2Go

Car2Go: Preise, Städte und Autos

— 12.02.2014

Der Spitzenreiter

Car2Go hat das Carsharing extrem vereinfacht und sein Geschäftsmodell nicht nur in Europa, sondern auch in vielen Städten in den USA eingeführt. Nach fünf Jahren zählt Car2Go eine halbe Million Kunden.

In welchen Städten ist ­­­Car2Go nutzbar?
In Deutschland ist Car2Go in Berlin, Hamburg, Düsseldorf, Köln, München, Stuttgart und Ulm vertreten. Weitere Standorte gibt es im europäischen Ausland in Amsterdam, London, Wien und Mailand. In Italien soll das Angebot auf Rom, Florenz und Bologna ausgeweitet werden. Auch in den USA und Kanada gibt es in elf verschiedenen Städten knapp 5000 Fahrzeuge.

Diese Autos bietet Car2Go an:

Gut zwölf Prozent der Car2Go-Flotte läuft batterieelektrisch.

Car2Go gehört zur Daimler AG (und zum Autoverleiher Europcar) und bot bisher als einziges Auto den City-Floh Smart fortwo an. In Ulm und Berlin können Car2Go-Kunden neben dem konventionellen Smart auch den batteriebetriebenen Smart electric drive fahren. In Stuttgart, der Heimat der Daimler AG, sind sogar alle Smart der Stadt (etwa 450 Stück) rein elektrisch betrieben. Für die City ist der Smart genau das richtige Modell, für einen Abstecher zum nächsten Möbelhaus oder für den Wochenendeinkauf fehlt dagegen ein größeres Auto im Programm. Ab Mitte Februar 2014 will Car2Go deswegen mit dem Pilotprojekt "Car2Go Black" zweihundert Mercedes B-Klassen in Hamburg und Berlin einführen.

Wie registriere ich mich und was sind die Voraussetzungen?

Smart für die Stadt, aber warum nicht auch eine B-Klasse für den großen Einkauf?

Die Anmeldung erfolgt auf der Website von Car2Go, wo jeder neue Kunde ein Passwort und eine PIN anlegt. Anschließend geht es zur Vorlage von Führerschein und Ausweis in eine Registrierstelle. Dazu zählen neben den Car2Go-Shops auch bestimmte Filialen des Partners Europcar. In Berlin ist die Registrierung auch in den Kundenzentren der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) möglich, denn die BVG kooperieren mit Car2Go. BVG-Abonnenten erhalten auch Sonderkonditionen. Nach Erledigung der Formalien erhält der Neukunde eine Membercard, mit der ihm der Zugang zu den Autos gewährt wird. Im Test dauerte es nach der Online-Registrierung nur wenige Stunden, bis wir die Car2Go-Membercard in den Händen hielten. Voraussetzung für die Registrierung bei Car2Go sind ein Mindestalter von 18 Jahren und der Besitz des Führerscheins seit mindestens einem Jahr. Außerdem erforderlich: ein deutsches Girokonto, das auf den Namen der registrierten Person läuft, eine E-Mail-Adresse und ein Mobiltelefon. Die Registrierung kostet 19 Euro. Tipp: Achten Sie auf Werbeaktionen, in denen reduzierte Beiträge oder Freiminuten angeboten werden.

Buchen, fahren, abstellen – so funktioniert das!

Mit der Car2Go-App kann man ein Auto suchen, buchen und bis zu 30 Minuten reservieren.

Das A und O bei Car2Go ist die Smartphone-App. Sie zeigt an, wo sich der nächste freie Smart befindet. Mit einem Tipper ist das Auto kostenlos für 30 Minuten reserviert. Befindet sich einmal kein freies Auto in erreichbarer Nähe, lässt sich mit der Car2Go-App ein Suchradar aktivieren. Sobald im Umkreis ein Fahrzeug frei wird, ertönt dann ein Signal auf dem Smartphone. Um ein freies Fahrzeug zu öffnen, hält man die Membercard an einen Sensor hinter der Windschutzscheibe. Der Autoschlüssel befindet sich im Innenraum.

Mit der Membercard lässt sich das Car2Go-Fahrzeug öffnen.

Auf der Mittelkonsole des Smarts befindet sich ein Touchscreen. Dort gibt der Fahrer seine PIN ein und beschreibt mithilfe von Symboltasten den Zustand des Fahrzeugs oder meldet Schäden. Danach kann die Fahrt losgehen. Immer mit an Bord sind ein Radio und ein Navigationsgerät. Ein kleines Programm lobt oder tadelt den Fahrer während der Fahrt für seinen Fahrstil. Nach Beendigung der Fahrt kann das Auto an einer beliebigen Stelle im Geschäftsgebiet abgestellt werden. Bis wohin sich das Geschäftsgebiet in der jeweiligen Stadt erstreckt, lässt sich auf der Car2Go-Internetseite oder über die Smartphone-App einsehen. Das praktische dabei: Car2Go übernimmt die Kosten für öffentliche Parkplätze und bietet reservierte Stellplätze im Stadtzentrum an.

Das sind die Kosten
Jede Minute Fahrt kostet 0,29 Euro. Bei Zwischenstopps sinkt der Minutenpreis auf 0,19 Euro, lässt man den Smart etwa für einen Einkauf stehen, ohne ihn wieder freizugeben. Eine Stunde kostet 14,90 Euro (statt 17,40 Euro), ein Tag 59 Euro. Im Zeittarif sind bereits alle Kosten enthalten. Fährt man mehr als 50 Kilometer, kommt eine Pauschale von 0,29 Euro pro Kilometer dazu. Für das Abstellen an Flughäfen wird eine Flughafenpauschale erhoben. In Düsseldorf, Hamburg und Köln werden 4,90 Euro fällig, zwölf Euro sind es in München. In Stuttgart liegt der Flughafen außerhalb des Geschäftsgebietes, Ulm besitzt keinen Flughafen.

Wer tankt bekommt 20 Freiminuten gutgeschrieben (nur wenn der Füllstand unter 25 Prozent gesunken ist). Die Selbstbeteiligung im Schadensfall liegt bei 500 Euro. Über Sonderzahlungen besteht die Möglichkeit die Höhe der Selbstbeteiligung zu reduzieren.

Das ist originell
Carsharing gab es bereits vor Car2Go. Das Prinzip "One-Way-Carsharing" (das Auto muss nicht zum ursprünglichen Standort zurückgebracht werden) trat aber erst 2008 mit dem Pilotprojekt von Car2Go in Ulm in Erscheinung. Inzwischen gibt weltweit mehr als 9000 Car2Go-Fahrzeuge (davon fahren gut 1100 rein elektrisch) und rund eine halbe Million Nutzer.

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