Carbon Motors E7 mit BMW-Motoren

— 23.03.2010

Super-Streifenwagen mit BMW-Diesel

Schwere Zeiten für Gangster: Die US-Firma Carbon Motors hat bei BMW mehr als 240.000 Sechszylinder-Dieselmotoren bestellt, die ab 2012 das Super-Polizeiauto E7 antreiben sollen.

Seit beinahe 20 Jahren fährt der Großteil der US-Cops in einem Ford auf Streife. Aktuell ist es ein Crown Victoria, mit dem die amerikanischen Ordnungshüter zum Einsatz gondeln – extrem groß, extrem stark, extrem veraltet und natürlich extrem durstig. Die amerikanischen Polizeibehörden müssen ihre Fahrzeugflotte renovieren und schicken den Crown Victoria ab 2011 in Rente. Von den rund 450.000 Polizeiautos in den USA müssen jährlich 75.000 ersetzt werden, schätzt William Santana Li, der früh erkannt hat, dass aus dem Bedarf ein Geschäft werden kann. Li ist Chef von Carbon Motors, wo bislang vor allem die bekannten Checker-Taxis gebaut wurden.

Die Herausforderer: Ford Police Interceptor und Chevrolet Caprice PPV

Seine Idee: ein schneller, sicherer und sparsamer Polizweiwagen der Extraklasse – zugeschnitten auf die speziellen Bedürfnisse von Polizei und Heimatschützbehörde. Sein Name: E7. Die jahrelange Entwickung ist abgeschlossen und inzwischen hat der umtriebige Herr Li auch den Antrieb seines 5,08 Meter langen Ganovenschrecks beisammen: BMW liefert ab 2012 über 240.000 Dieselmotoren, Kühl- und Abgassysteme und Automatikgetriebe an Carbon. Herz des Deals: wahrscheinlich der 300 PS starke Sechszylinder-Biturbo, der keine große Mühe haben sollte, den rund 1,8 Tonnen schweren E7 auf die geforderten 250 km/h Spitzengeschwindigkeit zu treiben – und dabei bis zu 40 Prozent sparsamer zu sein, als vergleichbare V8-Benziner. Das klingt ambitioniert – und ist es auch.

Zur Vorstellung des Carbon Motors E7

BMW-Vorstandsmitglied Ian Robertson (links) und William Santana Li besiegelten in Washington den Motoren-Deal.

BMW-Vorstandsmitglied Ian Robertson (links) und William Santana Li besiegelten in Washington den Motoren-Deal.

Denn Carbon Motors hat nach eigenen Angaben zwar inzwischen über 12.000 Vorbestellungen, bis auf einige Prototypen aber noch keinen Serien-E7 fertig. Entsprechende Produktionskapazitäten müssen erst noch aufgebaut werden. Immerhin: ein passender Standort fürs künftige Carbon-Werk ist bereits gefunden. In der ehemaligen Fabrik eines Autozulieferers in Indiana sollen über 1500 Mitarbeiter den E7 produzieren. Einen entsprechenden Kredit über 310 Millionen US-Dollar hat Li bereits beantragt. Und dann ist da ja auch noch die Konkurrenz, die längst eigene Angebote am Start hat: Ford wirft den Police Interceptor ins Rennen, General Motors hat den Chevrolet Caprice am Start und Chrysler wirbt mit dem bulligen Dodge Charger.

Überblick: Die kuriosesten Polizeiautos der Welt

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