Daimler-Projekt Car2go

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Carsharing: Fusion von Car2Go und DriveNow

— 29.01.2018

BMW übernimmt Sixt-Anteil an DriveNow

BMW ebnet den Weg zur Fusion mit Car2Go: Die Münchner übernehmen den 50-Prozent-Anteil von Sixt. Infos zur Entwicklung der Carsharing-Dienste!

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(Reuters/brü) BMW übernimmt von Sixt die Anteile an der gemeinsamen Carsharing-Firma DriveNow und verschafft sich so freie Hand für eine mögliche Fusion der Beteiligung mit Car2Go von Daimler. Sixt erhält für seine Hälfte an dem 2011 gegründeten Joint Venture 209 Millionen Euro, teilten die beiden Unternehmen am 29. Januar 2018 mit. Die Kartellbehörden müssen dem Verkauf noch zustimmen – dies wird im Lauf des zweiten Quartals erwartet. Mit der Kurzzeitleihe von Autos stemmen sich die Autohersteller gegen den Trend vor allem jüngerer Menschen, auf den Besitz eines eigenen Wagens zu verzichten. Damit ließe sich Mobilität neu organisieren für eine Generation, der das Smartphone wichtiger ist als das Auto – ein Zukunftsmarkt. Zu einer möglichen Zusammenlegung des Carsharingdienstes mit Daimlers Angebot, gegen die sich Sixt gesperrt hatte, äußerte sich BMW nicht: Vorstandsmitglied Peter Schwarzenbauer sagte lediglich, mit DriveNow als 100-Prozent-Tochter seien "alle Optionen für eine strategische Weiterentwicklung unserer Services" offen.

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Strategische Allianz gegen Uber

Über die Pläne der beiden Autobauer, sich gegen den amerikanischen Mitfahrdienst Uber zu verbünden, war bereits vor mehr als einem Jahr das erste Mal berichtet worden. Ein Insider teilte vergangene Woche mit, dass die Fusionsgespräche kurz vor dem Abschluss stehen. BMW bringt demnach seine Töchter DriveNow und ParkNow, Daimler sein Car2Go-Geschäft in die gemeinsame Firma ein. Nach der Übernahme des US-Parkdienstleisters Parkmobile sei der Erwerb der Sixt-Anteile an DriveNow "der nächste logische Schritt", teilte BMW mit. Mobilitätsdienstleistungen zählten schließlich zu den Eckpfeilern der Konzernstrategie. Die Erfahrungen der Service-Angebote seien "auch mit Blick auf künftige autonome, elektrifizierte und vernetzte Flotten relevant", sagte der fürs Digitalgeschäft zuständige BMW-Vorstand Schwarzenbauer. Wie der Münchner Oberklasse-Hersteller wollen viele Autobauer weg vom reinen Verkauf von Fahrzeugen hin zum Angebot von Dienstleistungen rund ums Auto.

IT verbindet Sixt mit BMW

Fürs Erste bleiben Sixt und BMW beim Carsharing ohnehin noch miteinander verbandelt: "Die IT, die notwendig ist, um das Geschäft von DriveNow zu steuern, ist eine Entwicklung von Sixt und bleibt bei Sixt", sagte ein Firmensprecher. DriveNow könne diese Dienstleistung noch für einen Übergangszeitraum nutzen. Wie lange dies dauert und was es kostet, sagte er nicht. BMW hatte für die gemeinsame Carsharing-Firma im Wesentlichen die Autos und die Technologie zum Öffnen bereitgestellt, Sixt sich um Reservierung, Abwicklung, Schadens- oder Flottenmanagement gekümmert. Die beiden Unternehmen kündigten an, weiter gute Partner bleiben zu wollen. Sixt bietet in seiner Vermietflotte zahlreiche Fahrzeuge aus dem Hause BMW an. Der Autovermieter ist nach eigenen Angaben in rund 100 Ländern mit mehr als 215.000 Fahrzeugen am Start. DriveNow hat gut 6000 Wagen der Marken BMW und Mini in 13 europäischen Metropolen in seiner Flotte.

Gemeinsame Internetplattform

Einem Zeitungsbericht zufolge planen beide Carsharingdienste eine gemeinsame Internetplattform, um die Kurzzeitleihe von Autos beider Marken zu organisieren. Beide Carsharing-Angebote locken Autofahrer mit flexiblen, minutengebundenen Tarifen.

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1,7 Millionen Carsharing-Kunden in Deutschland

Carsharing hat trotz weiterhin mangelnder Profitabilität in den vergangenen Jahren starken Zulauf bekommen. Car2Go und DriveNow sind bislang in 33 Städten vor allem in Europa und den USA aktiv. Vor allem jüngere Kunden nutzen das Carsharing Angebot in größeren Städten und verzichten dafür auf ein eigenes Auto. Nach einer Bilanz des Bundesverbandes Carsharing waren am 1. Januar 2017 knapp 1,7 Millionen Carsharing-Kunden registriert. Ein Jahr zuvor lag die Zahl noch bei rund einer Million.

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