Castrol-Öl für den F1-BMW

Auf die Formel kommt es an

Castrol-Öl für den F1-BMW

— 06.05.2003

Auf die Formel kommt es an

Wenn Ralf Schumacher oder Juan Pablo Montoya einen Sieg feiern dürfen, verdanken sie das auch ein paar Litern Öl – simplem Schmierstoff? Nein, modernes Öl ist ein chemisches Kunstwerk, ein Bauteil für den Motor.

So dünn wie möglich

Vor allem soll ein Öl natürlich schmieren, damit die beweglichen Teile des Motors schön aneinander vorbeigleiten. Doch Schmierung bedeutet zugleich Widerstand. Reibung, die Leistung kostet und den Wirkungsgrad eines Motors noch verschlechtert. Dabei zählt gerade im Rennsport jede Pferdestärke. Deshalb muss das Öl möglichst dünnflüssig sein, um wenig Reibewiderstand zu erzeugen.

Das perfekte Öl liefert so viel Schmierung wie nötig und so wenig Reibung wie möglich. Diesen optimalen Öl-Cocktail mixt derzeit keiner so gut wie Castrol, der Öl-Partner des BMWWilliams-Teams in der Formel 1: Der BMW-Motor P83 leistet knapp 940 PS und erreicht mehr als 19.000 Umdrehungen pro Minute. Das schafft derzeit kein anderer F1-Motor.

Entwickelt werden die dafür notwendigen Hightech-Öle in den Castrol-Labors im englischen Pangbourne. Dort werden immer neue Additive mit synthetischen Basis-Ölen kombiniert, um einem Motor die maximale Leistung zu entlocken. Öl-Techniker und BMW-Motorsport-Ingenieure arbeiten bei der Entwicklung des Rennsportöls eng zusammen. Denn die benötigten Öle unterliegen besonders harten Anforderungen: Allein im vergangenen Winter wurden mehr als 100 Additive ausprobiert.

Additive für Langzeitschutz

Die neue Mixtur zeigt Wirkung: 15 PS leistet der P83-Motor jetzt mehr. Je hitzebeständiger und reibungsärmer ein Öl, umso besser erreicht ein Motor seine maximale Leistungsfähigkeit. Doch dann muss der Schmierfilm halten! Reißt er bei 19.000 Touren ab, ist der Motor in Sekunden zerstört. Deshalb wird ein neues Öl vor dem Einsatz im Labor sowie auf Rennstrecken unter Wettkampf-Bedingungen getestet.

Selbst während jedes Rennens wird das Öl regelmäßig gecheckt. Mit einem Röntgen- Fluoreszenz-Spektrometer kann der Anteil an Metallabrieb aus dem Motor im Öl analysiert werden. Untypisch hohe Mengen von Metallpartikeln im Öl weisen auf einen erhöhten Verschleiß innerhalb des Motors hin. Anhand dieser Spuren kann ein bevorstehender Motorkollaps frühzeitig erkannt werden. Damit ist der Ölcheck im Rennen fast so etwas wie Fiebermessen am Motor.

Öl, das im Rennsport seine Qualität bewiesen hat, liefert so Maßstäbe für den Alltagseinsatz. Und dort kommen noch ganz andere Faktoren zum Tragen. Denn während Schumi II alle 300 Kilometer oder nach jedem Rennen zum Ölwechsel kommt, will der Alltagsfahrer möglichst selten wechseln. Deshalb sind die Castrol-Öle in den Aral-Regalen zusätzlich mit Additiven ausgestattet, die das Öl dauerhaft leistungsfähig machen und einem Serienmotor den notwendigen Langzeitschutz geben.

Diesen Beitrag empfehlen

Anzeige

Automarkt

Finden Sie im Automarkt von autobild.de Ihren Gebrauchtwagen.

Bei autohaus24.de Neuwagen günstig kaufen und Geld sparen.