CeBIT Hannover 12.-19. März 2003

Neuheiten von der CeBIT

CeBIT Hannover 12.-19. März 2003

— 17.03.2003

Neuheiten von der CeBIT

Auf der weltgrößten Computermesse in Hannover dreht sich 2003 für Autofahrer alles um das Thema Navigation. Die Geräte werden kleiner, einfacher, mobiler – und gehorchen teilweise aufs Wort.

BMW/Mini, Pioneer, Navigon

Mini-Navigation auf dem PC-Zwerg Mobile Navigationssysteme über einen Mini-Computer (PDA) haben meist einen großen Nachteil: Sie sind von den Informationen des Autos abgeschnitten. Mini und BMW wollen das beenden, bieten zusammen mit Navigation Technologies (NavTech) einen PDA (Personal Digital Assistent) mit Navigationssoftware an, der seine GPS-Informationen mit den Daten der Fahrzeugsensoren abgleicht. Dazu werden Tachosignal und die Daten des Drehwinkelsensors aus dem Datenbus des Fahrzeugs an den PDA gemeldet und dort verarbeitet. Der PDA soll später zu einem Multimediagerät mit Internetanschluss, Freisprechanlage und MP3-Musikprogramm ausgebautwerden. Preis ohne Einbau: 1020 Euro inkl. Software (CeBIT, Halle 27, Stand C 48).

Pioneer: Navigation, die aufs Wort hört Vorbei die Zeiten, in denen der Zielort mühsam über eine winzige Tastatur eingegeben werden musste. Das AVIC-8DVD-soft-2 von Pioneer hört jetzt aufs Wort des Fahrers. Der Zielort wird aufgesprochen, mit einer zweiten Ansage bestätigt, und schon beginnt die DVD-Navigation. Preis: 3699 Euro – inklusive Fernbedienung und Mikrofon für die Spracheingabe (Halle 25, Stand D 19).

MobileNavigator: kinderleicht und zielgenau navigieren Der MobileNavigator der Hamburger Firma Navigon ist ein typisches Navigationsprogramm für einen PDA. Wir haben das neue Programm getestet. Zum Lieferumfang gehörte der Compaq iPaq H 3950 (plus GPS-Empfänger, Halterung und diverse Kabel). Die Installation war viel einfacher als gedacht: Halterung mit Saugnapf an der Scheibe anbringen, GPS-Empfänger möglichst weit vorn unter die Scheibe klemmen, Stromkabel in den Zigarettenanzünder – fertig. Der Start des Systems lief in mehreren Testfällen nicht ganz glatt: Das GPS-System hatte Probleme, Kontakt zu den Satelliten herzustellen. Bemerkenswert gut: Die eingebaute Hilfefunktion gab auf Anhieb leicht zu befolgenden Rat. Position verändern, GPS-Empfänger weiter nach vorn, Neustart. Überhaupt: Der MobileNavigator lässt sich auch von Menschen aus der Vor-Computer-Generation mühelos bedienen, Zieleingabe und Abruf der Funktionen sind buchstäblich ein Kinderspiel. Die Routen werden vergleichsweise schnell berechnet, die Karten schnell aufgebaut. Herausragend sind Grafik und Optik der Darstellung. Diese Detailauflösung und fast plastische Tiefe wünscht man sich von allen Navi-Systemen. Pluspunkte gibt es dann noch für die Genauigkeit der Berechnung. Das Navigon-Programm fand selbst Hausnummern erstaunlich exakt. Fazit: Zum Preis von 399 bis 649 Euro (ohne iPaq) sehr empfehlenswert (Halle 12, Stand B 35).

THB Bury, Jentro, Navman

THB Bury: ein System für Auto und Büro Schluss mit dem Handy-Chaos in Büro und Auto. Wer sein Mobiltelefon auch am Schreibtisch benutzt, kann jetzt die neuen Freisprechanlagen der Marke Talk von THB Bury verwenden. Hier gibt es Geräte für Auto und Büro. Praktisch: Egal welche Talk-Freisprechanlage der Fahrer im Auto verwendet, er kann die Handyschale dieser THB-Geräte auch im Büro einsetzen. Sie werden ohne Kabel einfach auf das Gerät DeskTalk gesteckt, fertig ist die Freisprechanlage für den Schreibtisch. Mit Lautsprecher, Ladestation und externem Antennenanschluss. Vorteil: Die Hände bleiben frei. Preis: 129 bis 329 Euro (Halle 012, Stand C 44).

Jentro: Wenn das Handy ans Ziel führt .. Offboard-Navigation auf dem Handy zeigt die Jentro AG aus München. Dabei werden die Navigationsdaten vor Fahrtantritt aus einer Servicezentrale auf das Java-fähige Handy geladen. Karten-CDs oder teure Bildschirme sind überflüssig. Bezahlt wird pro angeforderte Strecke. Die soll mit einem breiten Straßenumfeld für Ausweichrouten geliefert werden. Nur wer diesen Korridor verlässt, muss kostenpflichtig eine neue Route anfordern. Geführt wird der Fahrer mit Pfeilen über das Handy-Display sowie einer Sprachausgabe. Das Navigationspaket besteht aus einer Freisprechanlage mit Mikrofon und Lautsprecher, Handyhalter und einer Elektronikbox für die Satelliten-Ortung. Preis: 200 bis 300 Euro, plus Routengebühr (Halle 1, Stand 8a1)

Der iCN 630: ein Lotse für die Jackentasche Zum ersten Mal in Europa ist auf der CeBIT der iCN 630 der Firma Navman aus Neuseeland zu sehen. Das GPS-Gerät ist ein mobiles Navigationssystem mit den Funktionen eines fest installierten Geräts. Seine Vorteile: Es ist sehr leicht und extrem handlich, also ideal für Leute, die oft das Auto wechseln müssen. Die berechnete Route wird auf einem farbigen Bildschirm angezeigt und über den eingebauten Lautsprecher angesagt. Mitgeliefert werden Straßenkarten für 15 westeuropäische Länder inklusive umfangreicher Informationen über Geschäfte, Restaurants, Hotels etc. Der Preis des iCN 630 liegt bei 1499 Euro. Tipp: Auf dem Navman-Stand D 43 in Halle 2 werden an jedem Messetag um 11 Uhr und um 15 Uhr neueste Navigationssysteme verlost.

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