Chaos in europäischen Metropolen

Chaos in europäischen Metropolen

— 25.09.2002

Nahverkehr-Streiks legen Citys lahm

Das nennt man europaweite Solidarität: In London, Paris und mehreren Städten Italiens stand am Mittwoch der Verkehr mehr oder weniger still.

In London waren am Mittwochmorgen nur 15 von 600 U-Bahn-Fahrern zur Arbeit erschienen. Die Menschen stiegen auf Busse um, die völlig überlastet waren. Der Autoverkehr kam noch langsamer voran als sonst. Schon das normale Tempo entspricht mit etwa 16 Kilometern pro Stunde der Geschwindigkeit zur Pferdekutschenzeit vor hundert Jahren. Außerdem gibt es in der Innenstadt kaum Parkplätze. Und wenn, dann kosten sie bis zu sechs Euro die Stunde. So kamen Hunderttausende zu spät zur Arbeit. Nächste Woche soll in der britischen Hauptstadt der Streik wiederholt werden.

Hunderttausende Menschen in Rom, Mailand und Neapel waren wegen Streiks von Bus- und U-Bahn-Fahrern gezwungen, auf das eigene Auto umzusteigen. Heillos verstopfte Straßen in den italienischen Großstädten waren die Folge. Allerdings waren die Gewerkschaften diesmal gnädig: In den Hauptverkehrszeiten am Morgen und am Abend wollten sie ihren Streik aussetzen. Die Verkehrsbediensteten fordern neben mehr Geld auch kürzere Arbeitszeiten.

In Paris hielten sich die Behinderungen in Grenzen. Morgens um vier Uhr hatte der 24-stündige Ausstand in der französischen Hauptstadt begonnen. Nach Angaben der Verkehrsbetriebe fuhren jedoch rund 80 Prozent der Züge, weil sich keine anderen Gewerkschaften dem Aufruf der kommunistischen CGT angeschlossen hatten. Diese fordert unter anderem auch Verbesserungen bei der Krankenversicherung.







Diesen Beitrag empfehlen

Anzeige

Automarkt

Finden Sie im Automarkt von autobild.de Ihren Gebrauchtwagen.

Bei autohaus24.de Neuwagen günstig kaufen und Geld sparen.