Chef Terry Playle geht

Chef Terry Playle geht

— 04.04.2002

Was wird aus Lotus?

Schwere Zeiten für den kleinen englischen Sportwagenhersteller Lotus: Nach nur einem Jahr verabschiedet sich Chef Terry Playle.

Offiziell gibt er als Grund seinen baldigen 70. Geburtstag an. Inoffiziell geht es aber um den Zwist zwischen der Lotus-Spitze und dem Lotus-Mehrheitseigner – dem malaysischen Autohersteller Proton. Tatsache ist: Der Firma steht das Wasser bis zum Hals. 2001 erwirtschaftete Lotus einen Verlust von 42,6 Millionen Pfund (rund 68,2 Millionen Euro) vor Steuern. Nur 1660 Lotus-Autos setzte die Firma in 2001 in Westeuropa ab – 32 Prozent weniger als ein Jahr zuvor.

Eine Niederlassung in Coventry ist verkauft, 330 von 1725 Mitarbeitern wurden im März entlassen. Das Ziel von 10.000 Autos pro Jahr rückt nun in weite Ferne. Zurzeit baut Lotus Cars rund 3000 Lotus Elise und etwa 200 Esprit pro Jahr, und für Opel und Vauxhall werden Speedster und VX220 montiert. Die einst geplante dritte Lotus-Baureihe M 250 hatte Playle bereits als erste Amtshandlung auf Eis gelegt. Noch ist kein Nachfolger für Playle genannt, doch intern wird stark mit einer malaysischen Führung gerechnet. Ob die im Sinne großer britischer Tradition entscheidet?

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