Chevrolet in Paris

Chevrolet Camaro Chevrolet Cruze

Chevrolet auf der Paris Motor Show

— 22.09.2008

Amis in allen Klassen

Chevrolet gibt richtig Gas auf der Paris Motor Show 2008. Ein Kompakter, ein Van, ein Elektro-Mobil und vor allem der neue Camaro machen den Besuch auf dem Stand der Amis zum Pflichttermin.

Zugegeben, der neue Camaro feiert auf dem Pariser Salon 2008 nur eine Europapremiere und stand vorher bereits in Detroit. Das Retro-Mobil dürfte als klassisches Musclecar mit rund 400 PS aus 6,2 Litern Hubraum den Nerv der Fans treffen. Weil Chevrolet sich fast zu 100 Prozent an die Studie aus dem Jahr 2006 hielt, ist der Camaro genau das, was die Ami-Fangemeinde erwartet. Zwei Benziner stehen zur Markteinführung Ende des Jahres zur Wahl: Der "kleine" 3,6-Liter-V6-Motor bringt es auf 300 PS. Standesgemäß setzt der V8 auf 6,2-Liter-Hubraum und 422 PS – die er auf Wunsch über eine Automatik auf die bis zu 20 Zoll großen Räder in den Asphalt brennt. Damit der Gummischwund nicht zu aufreibend wird, sind eine Stabilitätskontrolle und eine Traktionskontrolle Serie. Fragen nach dem Verbrauch kontert Chevrolet mit dem Active Fuel Management, ohne konkret zu werden. Auch die Preise für Europa sind noch eine Unbekannte. Klar aber, dass der Camaro der Star auf dem Chevy-Stand ist.

Schnäppchen in der Golf-Klasse

Korea-Golf zum Schnäppchen-Preis. 2009 kommt der Cruze für etwa 15.000 Euro.

Ein echter Weltbürger soll der Korea-Golf Cruze werden. Entsprechend hat sich ein internationales Team von Designern und Ingenieuren um die Entwicklung gekümmert, auch die Produktion soll in GM-Werken rund um den Globus erfolgen. Die 4,60 Meter lange Limousine soll zu Preisen um 15.000 Euro Golf und Co das Fürchten lehren. Die Motorenpalette reicht vom 1,6-Liter-Benziner mit 112 PS bis zum 1,8-Liter mit 140 PS. Top-Motorisierung soll ein neuer Zweiliter-Turbodiesel mit 150 PS und 320 Newtonmeter Drehmoment werden. Neben Fünfgang-Schaltgetrieben kommt optional eine neue Sechsstufenautomatik zum Einsatz. Die Optik gibt sich markanter als bei anderen für Europa bestimmten Chevy-Modellen, innen soll das sogenannte Twin-Cockpit markentypisches Flair verströmen.

Platz für sieben Personen in ansteigenden Sitzreihen bietet die Studie Orlando.

Mut beweist Chevrolet auch mit dem Orlando Concept, das auf der Paris Motor Show (4. bis 19. Oktober 2008) einen Ausblick auf ein künftiges Multi-Purpose-Vehicle der Amerikaner gibt. Die hohe Motorhaube mit großem Grill und weit nach hinten gezogenen Scheinwerfern, ein angedeuteter Unterfahrschutz, eine schmale Fensterlinie sowie die seitlichen Sicken wirken dynamisch und wie aus einem Guss. Dabei kommen die praktischen Attribute nicht zu kurz: Innen finden sieben Personen Platz, fünf Türen erleichtern Beladung und Einstieg. Der Radstand misst üppige 2,76 Meter, die drei Sitzreihen steigen wie im Kino nach hinten an und sollen den Überblick im Fond verbessern. Als Motor ist der bereits erwähnte Diesel mit 150 PS im Gespräch. Ob der Orlando so kommt, ist allerdings unklar.

Der Chevrolet Volt hat es inzwischen zur Serienreife gebracht und feiert an der Seine Europa-Premiere. Marktstart soll 2010 sein, auch 2009 wurde bereits in Aussicht gestellt. Im reinen Strombetrieb wird er von Lithium-Ionen-Batterien befeuert, die 60 Kilometer Reichweite garantieren. Sind die Akkus leer, treibt ein kleiner Verbrennungsmotor den Generator an. Den Batterien der Studie half ein 1,0-Liter-Dreizylinder-Turboaggregat, das laut Chevrolet  4,7 Liter Benzin oder Bioethanol verbrauchen soll. Die Flexifuel-Technik hat der Ami auf jeden Fall an Bord. 2011 soll er auch als Opel kommen, das hat Europa-Chef Carl-Peter Forster bereits bestätigt. Bleibt weiter die Frage nach dem Preis, für den Chevrolet in den USA 30.000 Dollar als Messlatte ansetzte.

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