Chevrolet Cruze: Chicago Auto Show 2013
— 08.02.2013
GM bringt Diesel-Limousine in den USA
Mit der steigenden Beliebtheit von Diesel-Autos bei US-Käufern bringt auch General Motors ein entsprechendes Modell auf den Markt. Es ist ein Angriff auf Diesel-Marktführer VW. Doch der gibt sich gelassen.
(dpa/ste) General Motors entdeckt den Diesel für die USA: Der Opel-Mutterkonzern stellte jetzt auf der Chicago Auto Show 2013 eine Diesel-Variante seiner beliebten Mittelklasse-Limousine
Chevrolet Cruze vor. Es ist eine direkte Attacke auf den
Jetta TDI von
VW, wie GM unumwunden einräumte.
In Europa bietet Chevrolet den Cruze längst mit Diesel-Triebwerken an. Für die USA wurde ein Opel-Triebwerk auf die strengen Abgasrichtlinien getrimmt.
Das 2,0-Liter-Turboaggregat mit seinen 148 PS sei der fortschrittlichste Diesel, den General Motors jemals herausgebracht habe, sagte Chefentwickler Jens Wartha. Als Grundlage dient ein Opel-Motor, der mit amerikanischer Abgastechnologie "perfektioniert" worden sei. Bislang führen Dieselautos in den USA ein Nischendasein. Noch immer haftet ihnen in breiten Kreisen der Bevölkerung der Ruf der Dreckschleuder an. Der Marktanteil lag im vergangenen Jahr bei lediglich gut drei Prozent, darunter viele Transporter. Allerdings setzt langsam ein Umdenken ein und Analysten prophezeien massiv steigende Verkäufe.
VW ist überzeugt, dass man mit dem Jetta TDI die Marktführerschaft bei den Diesel-Limousinen auch in Zukunft in den USA behaupten wird.
Die Entwicklung führen die deutschen Hersteller an, die den Diesel seit Jahren in den Vereinigten Staaten bewerben. "Volkswagen alleine hält rund 70 Prozent am Markt", sagte Nordamerika-Chef Jonathan Browning der Nachrichtenagentur dpa. "Wir gehen davon aus, dass wir die Marktführerschaft im Diesel-Segment auch in der absehbaren Zukunft verteidigen können." Bei VW war in 2012 bereits jedes fünfte in den USA verkaufte Auto ein Diesel. Gegenüber dem Jahr 2011 legten die Verkäufe von Diesel-Wagen der Marke um mehr als die Hälfte zu auf 90.300 Stück. Verkaufsschlager der Wolfsburger in den USA ist neben dem Jetta der größere
Passat.
Kommentare zum Artikel (6)
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@42: Wer so denkt, verrät tausende deutscher Opelaner. und gibt zigtausende von guten Industrie-Arbeitsplätzen in Deutrschland preis. Eigentum verpflichtet. Heßt es in unserem Grundgesetz. Das gilt für alle, die hier tätig werden. Und. Eigentum berechtigt nicht zu Bilanz-Manipulationen und Lizenz-Tricksereien.
Ich kann nur hoffen, dass irgendwann ein findiger Journalist die GM Machenschaften aufdeckt, und GM dann Opel abstößt. Dass GM jetzt schon seine nicht besonders hochwertigen Korea-Cars (zB. Cruze) in den europäischen Markt gegen Opel drückt, zeigt ja schon die Gemeinheit dieser Wildwest-Manager.
Mit Magna als Hauptinvestor + Sberbank plus Händler und Mitarbeiter wäre vor 5 Jahren Opel gerettet worden. Aber die betroffenen deutschen Politiker trauten sich nicht...
Sorry aber Opel gehört nun mal GM und deswegen dürfen die Amis mit ihrem Eigentum auch machen was sie wollen! So einfach ist das!
@42 - Zweifelhaft, ja unanständig ist die Ausbeutung von Opel durch GM seit den unseligen Tagen als vor rund 20 Jahren Louis Hughes mit dem Chefposten bei Opel den Gipfel seiner persönlichen Inkompetenz erreicht hatte. Fragen Sie mal ältere Insider! Die Qualitäten wurden gesenkt, um mehr und schneller Geld zu machen. Die in Rüsselsheim entwickelte Technik/Patante und Lizenezen wanderten ständig nach Dearborn, ohne dass Opel (als ja selbständiges Unternehmen im Konzern) hierfür die rechtlich gebotenen und bei anderen Konzernen auch üblichen Entschädigungen gut geschrieben bekommen hätte. Die alten und ebenso unfähigen Chiefs von GM haben den Laden ja dann auch in die Pleite gesteuert, die erst Obama mit Steuergeld abwendete. Mit Magna und Sberbank hätte Opel eine bessere Zukunft bekommen.
@k.landfried - "die auf zweifelhafte Weise nach Dearborn gewanderten Opel-Erfindungen ausbeutet"? Was für ein Nonsens! Da Opel zum GM Konzern gehört ist daran absolut nichts "zweifelhaft"!
@Prius3Fahrer - ich hab in den letzten 20 Jahren drüben immer wieder Leute getroffen die mit den Staaten als Reiseland nicht klar kamen. In 99% aller Fälle waren sie selber dran Schuld!
AutoBild hat erfreulicherweise berichtet, dass GM (einmal wieder) die auf zweifelhafte Weise nach Dearborn gewanderten Opel-Erfindungen ausbeutet. Wer einmal den (Benzin-)Cruze hier gefahren hat, versteht den Erfolg von VW: die Qualität ist einfach spürbar besser. Auch die Geräusch-Dämmung. Und das Fahrgefühl. Der Cruze ist ja nichts als eine billiger hergestellte. Astra-Variante. Ich bin sicher, die Amis erkennen das bald..
Dass ein Priusfahrer stolz dahinrauscht, ohne zu merken, dass auch er auf der Autobahn oder bei flotter Landstraßenfahrt mächtig Abgase hinter sich lässt, gönnen wir ihm. Dass ein KAT- und DPF-gereinigter kleiner Dieselmotor (z.B. Jetta, Golf oder auch ASTRA) davon weniger ausstößt als sein Super-Hybride, darf er noch in alten AutoBild-Tests nachschlagen.