Chevrolet Malibu: Sitzprobe

Chevrolet Malibu Chevrolet Malibu

Chevrolet Malibu: Erste Sitzprobe

— 21.09.2011

Der amerikanische Insignia

Chevrolet will mit dem Malibu der Mittelklasse-Konkurrenz das Leben schwer machen. Hat der Ami-Insignia das Zeug dazu? Wir haben auf der IAA ganz genau hingeschaut.

Der Name weckt Erinnerungen. Chevrolet Malibu, mein erstes Auto, Baujahr 1981. Die Kiste war alt, durchgeritten und in keinem guten Zustand. Aber ich habe ihn geliebt. Das butterweiche Fahrwerk, die durchgehenden, viel zu weichen Sitzbänke, die gemütlich vor sich hin brabbelnde Maschine, das Gefühl der Entspannung, das sich in mir breitgemacht hat, immer wenn ich hinters Steuer geschlüpft bin. Mein Wagen, meine Trutzburg. Einziges Manko: der schier unstillbare Spritdurst des Amis. Lange her und längst Geschichte. Malibu, was hast Du dich verändert! Die brandneue, inzwischen achte Generation wird es wahlweise mit einem 2,4-Liter-Benziner (169 PS) und einem Zweiliter-Diesel mit 164 PS geben. In der Europa-Version zumindest. Die Motoren stammen aus dem GM-Regal, aber die Plattform vom Insignia. Nicht der schlechteste Genspender also.

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Hemdsärmelig amerikanisch hat ein Kollege den Malibu genannt. Stimmt! Er mag nicht so perfekt sein wie die deutsche Konkurrenz, aber er wirkt sympathisch.

Auf dem Chevrolet-Stand in Frankfurt steht der Malibu in einem unauffälligen Grau. Hemdsärmelig amerikanisch hat ein Kollege den Charme des Malibu genannt. Und genau das trifft es. Wer die allseits gefällige, geschliffene Perfektion einer deutschen Mittelklasse-Limousine oder die exotisch-futuristische Anmutung eines Japaners sucht, der ist mit dem Chevrolet falsch beraten. Mit diesem Auto wird glücklich, wer ein ganz klein wenig amerikanische Lässigkeit ausstrahlen will, wenn er morgens aus der Garage fährt. Steif und spießig kommen andere rüber. Dieses Stufenheck ist so wie der Geschäftspartner aus Kalifornien, der bei der wichtigen Vertragsunterzeichnung zu Hemd und Krawatte wie selbstverständlich Khaki-Hosen und legere weiße Turnschuhe trägt. Hemdsärmelig eben, aber irgendwie sympathisch.

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Hinter dem Lenkrad geht es beengter zu als gedacht. Mir gefallen die Sitze, weil man sich hineinlümmeln kann. So wie es in einem Amischlitten eben sein sollte. 

Innen sieht alles ziemlich stabil und solide verarbeitet aus. Und es fühlt sich auch so an. Nichts zu sehen vom billigen Plastik aus dem kleinen Bruder Aveo. Über die glänzenden Intarsien kann man bestimmt diskutieren. Aber das sind Details. Der Gesamteindruck stimmt erst mal. Nur mehr Platz könnte der Malibu haben. Klar, ich zähle mit knapp 1,90 nicht zum europäischen Durchschnitt. Aber in einem Auto der Marke, die mal Schiffe wie den Caprice gebaut hat, hätte ich gern etwas mehr Bewegungsfreiheit für Knie und Ellbogen. Und die Fondpassagiere für ihre Köpfe. Die Vordersitze sind bequem, die richtige Sitzposition ist schnell gefunden. Mit der Rundumsicht kann man leben. Und in den Kofferraum passen genügend Taschen für größere Touren. Fazit: Was der Malibu wirklich draufhat, wird eine Testfahrt zeigen. Aber schon die erste Sitzprobe vermittelt ein gutes Gefühl. Der Ami-Insignia könnte der Konkurrenz gefährlich werden.

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