Chevrolet Spark: Fahrbericht

Chevrolet Spark: Fahrbericht

— 25.02.2010

Spark funkelt in der Stadt

Bisher führten Chevrolet in Deutschland eher ein Mauerblümchendasein, jetzt soll es der Spark richten. Nicht mit süßem Blick wie der Vorgänger Matiz, sondern mit sportlichen Pfiff. autobild.de-Autor Stephan Bähnisch nahm Platz.

Das Grundrezept des Spark ist stimmig: Eine dynamisch gepfeilte Motorhaube hinter einem wuchtigen Grill, schmale Scheinwerfer, eine praktische Dachreling und vier Türen, wobei die hinteren Türen durch Griffe im Scheibenrahmen vor der C-Säule geschickt kaschiert werden, lassen den 3,64 Meter kurzen Chevrolet Spark recht schnittig wirken. Hinten fällt der Dachspoiler auf, der bei den beiden Motörchen mit 1,0- und 1,2-Liter-Hubraum eher als Showelement dient denn als Abtriebshilfe. Leider ist die Rundumsicht schlecht, nach vorn kann der Fahrer die abfallende Motorhaube nur erahnen, hinten macht die breite C-Säule das Leben schwer. Die Dynamik endet jedoch auf der Autobahn.

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Die Dachreling ist Serie, der unnötige Spoiler auch.

Selbst der stärkere 1,2-Liter mit 82 PS braucht hohe Drehzahlen, um in Schwung zu kommen. Er schafft zwar den Spurt auf Tempo 100 in 12,2 Sekunden, wer mal schnell einen Lkw stehen lassen will, muss vom fünften in den dritten Gang wechseln. Ab 120 km/h wird der Spark laut. Der kleinere 1,0-Liter mit 68 PS wird sicher nicht leiser agieren. Beide sollen mit 5,1 Litern im Schnitt auskommen (119 Gramm CO2/km), doch wegen des flauen Durchzugs werden es in der Praxis sicher zwei Liter mehr sein. Dazu poltert der Spark mit den (optionalen) 15-Zoll-Felgen samt Niederquerschnitt-Bereifung ziemlich ungehobelt über die derzeit maroden Straßen, die Federung gerät sehr straff. Dafür wuselt der Ami aus Korea-Produktion flott um Kurven. Die Sitze vorn gehen in Ordnung, hinten sollten nur Menschen bis 1,70 länger sitzen, weil die Auflage für die Beine sehr kurz ausfällt und die Kopffreiheit sonst knapp wird. Wegen die kleinen Scheiben ist die Sicht nach draußen eingeschränkt.

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Innen dominiert flott designtes Hartplastik, knallige Farben setzen Akzente.

Innen sollen knallige Farben und ein frischer Materialmix die Beat-Box zum Klingen bringen, für ordentlich Platz vorn sorgt die Höhe (1,49 Meter). Das Lenkrad ist nur in der Höhe verstellbar, das gut ablesbare Kombiinstrument wandert mit. Zwar ist hier alles aus Hartplastik, aber gut gemacht: Je nach Außenfarbe gibt es Zierelemente in Grün, Rot, Blau, Grau oder Schwarz. Der Armaturenträger nimmt innen den Schwung der Karosserie wieder auf, Geschwindigkeit und andere wichtige Infos werden über das aufgesetzte, Türkis illuminierte Kombiinstrument mit einem Mix aus analogen und digitalen Anzeigen verbreitet. Dazu hält der Mini-Chevy viele Ablagen parat. Der Kofferraum fällt mit 170 Litern klein aus, lässt sich aber auf 994 Liter erweitern. Spätestens beim Preis springt der Funke über: Ab 8990 Euro ist der Spark zu haben, mit sechs Airbags und 68 PS. ESP kostet immer 300 Euro Aufpreis – schade. Wer mit Klimaanlage fahren will, muss für die Austattung LS mindestens 10.890 Euro hinblättern, die Top-Variante LT mit 82 PS kostet 12.690 Euro. Ab 6. März 2010 steht der Spark bei den Händlern.

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