Chevrolet Trax 1.7 TD AWD: Fahrbericht

Chevrolet Trax 1.7TD AWD rot fahrend Heckansicht Chevrolet Trax 1.7TD AWD rot fahrend Heckansicht schräg Chevrolet Trax 1.7TD AWD rot fahrend Seitenansicht

Chevrolet Trax 1.7 TD AWD: Fahrbericht

— 11.04.2013

So fährt das kleine Chevy-SUV

2000 Euro günstiger als sein Bruder Mokka: Im Mai 2013 kommt der Chevrolet Trax bei uns in den Handel. Wie gut der US-Preisknaller tatsächlich ist, erfahren Sie in unserem ersten Fahrbericht.

Die Variante mit dem spritzigen 1.4 Turbobenziner sind wir bereits Ende 2012 in den USA gefahren. Mit zufriedenstellendem Ergebnis. Jetzt kommt der Trax nach Europa – mit einem 1.7 Turbodiesel, den wir schon aus diversen Opel-Modellen kennen. Den Sinn und Zweck der Einführung des kleinen SUVs in Deutschland, beziehungsweise die Strategie von GM, darf man sicherlich hinterfragen, hat doch Opel mit dem Mokka bereits das Schwestermodell bei uns im Portfolio. Und zwar deutlich teurer. Sei's drum – wir haben dem Chevrolet Trax 1.7 Turbodiesel mit Allradantrieb auf malerischen kroatischen Küstenstraßen auf den Zahn gefühlt. Hier die ersten Fahreindrücke. 

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Video: Chevrolet Trax

Das zweite Gesicht des Mokka

Das ist neu: Der Trax erfreut uns mit einem  grundsoliden Fahrwerk. Die Federung ist angenehm, nicht zu hart, nicht zu weich und verkraftet auch sanfte Schläge nicht geteerter Pisten. Die Zeit der weichgespült-schwammigen US-Fahrwerkseinstellungen scheint bei Chevrolet (endlich) vorbei zu sein. Zumindest beim neuen Trax. Auch die Lenkung ist okay – das Auto reagiert präzise auf alle Kursänderungen. Mit dieser Abstimmung muss sich der kleine Ami nicht hinter seiner europäischen Konkurrenz verstecken. Tolles Feature an Bord: das Entertainment-System "MyLink" mit 7-Zoll-Touchscreenbildschirm (Serie in den Austtattungslinien LT und LT+). Via USB-Anschluss oder Bluetooth können Musiktitel abgespielt oder auch Bilder und Videos vom angeschlossenen Smartphone angesehen werden.

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Der Kofferraum fasst 356 Liter, bei komplett umgeklappter Rück sind 1370 Liter drin.

So fährt er sich: Der Turbodiesel ist kein Spurt-Gigant, aber ausreichend drehfreudig. Im hohen Drehzahlbereich ist er leider – wir kennen es aus Opel-Modellen – etwas zu knurrig, "untenrum" hingegen überraschend leise. Schnelle Lastwechsel mag der Trax nicht, da wird er bockig und schwankt ein wenig zu heftig. Der Durchschnittsverbrauch von 5,2 Litern, den der Bordcomputer nach 50 Kilometern über Stadt, Land und Autobahn ausspuckt, liegt nur knapp über der Herstellerangabe von 4,9 Litern – ein sehr ordentlicher Wert. Die Sechsgang-Schaltung macht anstandslos ihren Job, die Gangwechsel funktionieren einwandfrei und ohne zu hakeln.

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Das ist besonders: Durch die hohe Sitzposition ist der Einstieg in den Trax sehr angenehm. Das dürfte bei der betagteren Klientel gut angekommen. Die Sitze sind bequem und durchaus reisetauglich. Trotz einer relativ kleinen Heckscheibe hat man eine gute Rundumsicht. Merkwürdig: die vier Getränkehalter in der Mittelkonsole. Fahrer und Beifahrer können Kaffe und Orangensaft gleichzeitig konsumieren. Ein Staufach vermisst man hier jedoch. Dafür gibt es ein Extra-Fach über dem Handschuh-Fach. Da freut sich die Beifahrerin. Die Armaturen sind durchweg aus Hartplastik. Das verzeiht man dem Trax jedoch – irgendwo muss der schlanke Preis ja seine Auswirkungen haben.

Der Chevrolet Trax ist ein unkompliziertes, sympathisches Auto. Der Einstiegspreis von 16.990 Euro ist eine Ansage.

Das kostet er: Der Trax startet bei 16.990 Euro. So viel werden für den 1.6 Benziner in der Basisausstattung LS fällig. Ein absoluter Kampfpreis in diesem Segment. Unser getesteter Diesel kostet 25.990 Euro. Dafür gibt es dann unter anderem aber auch Ledersitze, Bergan- und abfahrassistent, elektrisches Schiebedach, Fahrersitz mit elektrischer Lendenwirbelsitzverstellung und das Entertainmentsystem "MyLink".

Technische Daten:  Vierzylinder in Reihe • 1686 ccm • L/B/H 4248/2035/1674 mm • 130 PS • 300 Nm bei 2000 - 2500 U/min • Allradantrieb • Sechsgang-Schaltgetriebe • Vmax 183 km/h • 0-100 km/h 9,4 Sek. • 4,9 l auf 100 km • 129 g CO2/km • 25.990 Euro.
Boris Pieritz

Fazit

Der Chevrolet Trax ist ein bodenständiger, solider Kleinfamilienlaster, mit dem Papi auch mal auf Feldwegen herumtoben darf. In Sachen Verarbeitung und Fahrwerksabstimmung kommt er nicht ganz an die Platzhirsche um Countryman und Yeti ran. Doch dafür ist er deutlich günstiger. Vor allem in der Basisausstattung. Das könnte in Zeiten von Staatsverschuldungen und Wirtschaftkrisen in vielen europäischen Ländern ein durchaus schlagendes Kaufargument sein. Denn Dacia und Co. haben vorgemacht, dass gute Motoren und eine ordentliche Verarbeitung durchaus erfolgreich sein können und eine umfangreiche Ausstattung für viele Käufer nicht mehr ausschlaggebend ist.  

Stichworte:

Kompakt-SUV

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