Sponsoren-Flop für Chevrolet

ManU-Spieler mit einer Corvette Werbe-Banner von Chevrolet in Manchester Die Mannschaft von Manchester United im Trikot mit Chevrolet-Logo

Chevrolet und Manchester United

— 15.05.2015

Zur Corvette verdonnert

Die Fußballstars von Manchester United wollten nicht die von Werbepartner Chevrolet gesponserten Autos fahren. Jetzt müssen sie.

Großer Auftritt: Chevrolet wirbt großflächig am Old Trafford-Stadion in Manchester.

Markenbotschafter aus der Welt des Fußballs sind für Autobauer enorm wertvoll. Wenn die Bayern-Kicker ihre hoch versicherten Knochen in einem Audi durch die Gegend fahren oder Jürgen Klopp für Opel in die Kamera grinst, dann kostet es den Sponsor zwar ein hübsches Sümmchen – unterm Strich klingelt aber auch bei ihm die Kasse. Bei General Motors läuft der Werbedeal allerdings nicht ganz so wie geplant: Die Spieler von Manchester United fuhren lieber mit ihren eigenen Autos zur Arbeit, statt in die von Chevrolet gesponserten Fahrzeuge zu steigen. Dem Sponsor gefiel das gar nicht, zahlt er den Briten doch für sieben Jahre fast 500 Millionen Euro. Für dieses Sümmchen kann man sich doch mal in einer Corvette oder einem Camaro ablichten lassen?

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Wie die britische "Mirror" nun berichtet, haben die Vereins-Chefs nun ein Machtwort gesprochen: Die ManU-Stars müssen nun ihre Porsche und Range Rover stehen lassen und zumindest gelegentlich die Chevys nutzen, um den Werbepartner bei Laune zu halten. Denn der fand es offenbar nicht lustig, dass laut "Daily Mail" eine "ganze Autotransporter-Ladung von 15 Fahrzeugen quasi unbenutzt auf einem Parkplatz" stand. Stattdessen zeigte "Daily Mail" Bilder von ManU-Stars in den Autos, die sie wirklich fahren: So sind Robin van Persie in seinem Porsche 911 oder Wayne Rooney im extralangen Range Rover zu sehen. Die Chevys standen derweil weitgehend ungenutzt herum. Demnach fahren nur "normale" Klubmitglieder die Autos des Sponsors. Die Spieler müssen wegen ihrer Chevrolet-Abstinenz allerdings kein schlechtes Gewissen haben, denn laut Vertrag sind sie nicht verpflichtet, die Autos des Werbepartners auch zu nutzen.

Die Mannschaft von Manchester United im Trikot mit Chevrolet-Logo.

Ein weiteres Geschmäckle bekam der teure Werbedeal, nachdem Chevrolet angekündigt hatte, sich bis 2016 vom europäischen Markt zurückzuziehen. Der damals zuständige Manager, der ehemalige GM-Marketingchef Joel Ewanick, war im August 2012 wegen des kostspieligen Sponsoringvertrags gefeuert worden. Für GM scheint die Partnerschaft also ein Flop zu sein – und Manchester United zahlt auch nicht mit erwarteten Top-Leistungen zurück. Der Traditionsclub steht derzeit (Mai 2015) auf dem vierten Platz der englischen Premier League – der angepeilte Meistertitel ist nicht in Reichweite.

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