Chevrolet Volt

— 23.05.2008

Sparen nicht nur beim Sprit

GM macht Dampf bei den Elektroautos: Bereits 2010 soll der Chevrolet Volt zu den Kunden rollen – und das zu Preisen unter 30.000 Dollar. Damit wäre der Stromer nicht nur schneller da als erwartet, sondern auch billiger.
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Der US-Autobauer General Motors (GM) will bis 2010 sein erstes eigenes Elektroauto zu einem Preis von unter 30.000 Dollar (derzeit 19.000 Euro) auf den Markt bringen, das kündigte GM-Vorstandschef Rick Wagoner an. Bisher hatte GM erklärt, Ende 2010 mit der Serienfertigung des Volt unter der Marke Chevrolet beginnen zu wollen. Die GM-Tochter Opel will nach früheren Angaben innerhalb der nächsten vier Jahre zwei neue Autos mit Elektroantrieb anbieten. Auf der Internationalen Automobil-Ausstellung IAA hatte Opel im vergangenen Herbst in Frankfurt die Elektroauto-Studie "Flextreme" vorgestellt. Ob sie in dieser Form zu den Kunden kommt, ist allerdings noch offen. Anders als der Wettbewerber Toyota mit seinem Hybridauto Prius will GM mit dem Volt von vornherein Geld verdienen. "Die beiden Herausforderungen sind, die Kosten für die Batterien zu senken und den Verbraucher von den Vorzügen des Volt zu überzeugen."
Gewinn mit Elektro-Autos von Anfang an
Die kommende Prius-Generation kommt mit Plug-in-Technik und lädt Strom aus der Steckdose.
Die kommende Prius-Generation kommt mit Plug-in-Technik und lädt Strom aus der Steckdose.
Die Amerikaner hatten im Januar 2007 erstmals einen Prototypen des Autos vorgestellt. Der Markt der Hybridfahrzeuge, die zusätzlich zum Verbrennungs- noch einen Elektromotor mit Batterie besitzen, ist derzeit fest in japanischer Hand. Besonders Toyota, die sich mit GM ein Kopf-an-Kopf-Rennen um den Titel des größten Autobauers liefern, feiert mit seinem Prius Erfolge. Dabei kostet der Wagen in der kleinsten Ausstattung laut Liste knapp 25.000 Euro. Am Dienstag hatte aber bereits Konkurrent Honda einen günstigen Hybridwagen angekündigt. "In Zeiten hoher Benzinpreise wollen die amerikanischen Verbraucher kleinere, sparsamere Autos", betonte Wagoner. "Die müssen auch nicht mit hohem Rabatt verkauft werden. Für uns heißt das ganz klar: Wir müssen unsere Produktion einer veränderten Nachfrage anpassen." In Nordamerika stellt sich Wagoner nach dem Milliardenverlust im ersten Quartal auf ein schwieriges zweites Quartal sowie einen rückläufigen Absatzmarkt ein.

"2008 wird ein ziemlich hartes Jahr in Nordamerika werden“, sagte Wagoner und nannte den hohen Ölpreis, gestiegene Materialkosten sowie den Streik bei einem wichtigen Zulieferer. Besser laufe es in Europa. Wagoner lobte die Fortschritte der deutschen Tochtermarke Opel: "Die Qualität der Autos ist besser denn je, Opel hat die richtigen Technologien und das Design ist dynamisch und nicht so konservativ wie zum Beispiel bei Volkswagen." Befürchtungen führender Gewerkschafter, GM könnte abermals die Kapazitäten in seinen westeuropäischen Werken beschneiden, widersprach Wagoner klar: "Die Sorgen sind nicht begründet. Wenn GM ein Werk baut, wie jetzt in Russland, dann um der dort steigenden Nachfrage gerecht zu werden." Während der Sanierung von Opel waren tausende Stellen in Deutschland weggefallen.
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