Chevy Volt Dance — 18.12.2009

Tanz mir den Volt

Ob die Jungs bei GM noch wissen, wie man gute Autos baut? Keine Ahnung. Aber mit viraler Werbung kennen sie sich aus. Ein grob gereimtes Liedchen über den Chevy Volt erobert das Internet.

Wahnsinn, so ein Chevrolet Volt. Fährt 40 Meilen elektrisch und emissionsfrei, hat eine Batterie im Unterboden, tankt zu Hause an der Steckdose, ist damit günstiger als ein Telefon und kommt 2011 auch als Opel Ampera nach Deutschland. Das kann man in eine Pressemitteilung schreiben und sich sicher sein, dass die 90 Prozent der Adressaten die Informationen ungelesen in virtuellen oder realen Papierkörben entsorgen. Alternativ könnte man aber auch einen Praktikanten aus der Marketing-Abteilung fragen, ob in diesem Fall nicht doch dieses Internet ganz hilfreich sein könnte.

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Der junge Mann wittert seine Chance, schnappt sich drei proppere Tanzmäuse und einen zappeligen Breakdancer, bringt die wichtigsten technischen Informationen zum Chevy Volt in grob zusammengehauene Reime unter, denkt sich eine Choreografie aus und hält mit der Handkamera einfach mal drauf. Das Ergebnis landet natürlich bei youtube und verbreitet sich wie geplant im Internet. Hunderttausende haben sich bereits über die Chevi-Tanztruppe schlappgelacht und den Link bereitwillig per Mail verschickt. So ist der Chevy Volt zwar nicht in aller Munde, aber doch zumindest in fast jedem E-Mail-Postfach. Virales Marketing nennen PR-Profis solche üblicherweise von langer Hand geplanten Aktionen, mit denen vor allem junge Zielgruppen erreicht werden sollen.

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V für Volt – die schrillen GM-Girls wandeln tänzerisch auf den Spuren der Village People.

Eine feine Sache – wenn es im Fall des Volt tatsächlich so geplant war. Hält sich doch hartnäckig das Gerücht, dass die schräge Tanztruppe kein virales Marketinginstrument war, sondern ein ursprünglich ganz ernstgemeinter PR-Rohrkrepierer. Da darf sich gerne jeder seine eigene Meinung bilden – genauso wie zu der Frage, ob GM denn noch weiß, wie man gute Autos baut. Mehr Bilder zum Chevrolet Volt gibt's oben in der Galerie, den englischen Text zum Chevy Volt Dance gleich hier.
Originaltext Chevi Volt Dance
The future should be a big adventure
Instead our world is under pressure
Everyone's talking ‘bout making a change
To cost of fuel and mileage range
Together we face this new frontier
With mysteries to solve, oh dear
What will get us out of first gear?
A better ev
Not that's a big idea
E for electricity, V for Chevy Volt and me
Electric car with a battery in charge
E for electricity, V for Chevy Volt you see
It's as simple like a dimple, plug it in and see
From the folks at Chevrolet
Chevy Volt is on its way
It can make a cleaner world
A greener car that powers itself
You get up to 40 miles emission-free clean energy
After that bio fuel or gas will power your journey
E for electricity, V for Chevy Volt and me
Easier that one two three, just plug it in and see
E for electricity, V for vehicularity
That's not a word, but it's okay ‘cuz Volt could change the world someday
Volt runs cleaner than gasoline
Less pollution for us to breathe
Charge your car right in your home – costs next to nothing
It's cheaper than your phone
It's leaner, it's greener, it's cheaper, it's cleaner - whether you're in Albuquerque, Queens, or Pasadena
E for electricity, V for Chevy Volt
Electric car, with a battery in charge
E for electricity, V for Chevy Volt you see
Easy as your A B C just plug it in and see

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Kommentare zum Artikel (3)

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Prof. Dünkel
19.12.2009, 21:26Uhr

Zustimmung meinerseits auf der ganzen Linie. Und ob das gewollte oder ungewollte Werbung ist oder war, wen interessiert's? Weltweit wird mit Elektromobilen experimentiert. Warum auch nicht. Wirkliche Serienreife ist noch lange nicht in Sicht. Aber der Ansatz ist da und es wird, wenn in ein paar Jahren Strom emissionsfrei erzeugt und möglichst verlustfrei gespeichert werden kann, auch sinnvollen Einsatz finden - parallel zu anderen Energieformen für den Fahrzeugantrieb.

Walter P.
19.12.2009, 21:12Uhr

Hat schon mal einer der Redaktionsmitglieder Langstreckenfahrten mit einem GM-Produkt durch den nordamerikanischen Kontinent unternommen? Ist dann vielleicht mal aufgefallen, dass die "Jungs bei GM" sehr wohl was verstehen. Da bin ich erholt ausgestiegen ohne Kreuzschmerzen oder Verspannungen. Nicht wie beim deutschen "Premiumprodukt" von München nach Hamburg. Hört endlich auf, die hochnäsige Autonation zu spielen, das ist nur noch lächerlich.

Walter P.
19.12.2009, 21:11Uhr

Zitat: "Ob die Jungs bei GM noch wissen, wie man gute Autos baut? Keine Ahnung."
Da muss ich der Redaktion beipflichten, sie hat wirklich keine Ahnung. Ich glaube, es ist mal an der Zeit, dass sich jemand endlich die Mühe macht, die Koreabilligvehikel von den Originalen zu unterscheiden.

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