China: Verwirrung um neue Verkehrsregel

— 04.01.2013

Gelb ist das neue Rot

Die Blitzer an chinesischen Ampeln lösen seit Neuestem schon bei Gelb aus. Die Autofahrer sind verwirrt und verärgert – und die Unfallzahlen steigen.

(dpa) Neue Verkehrsregeln haben in China den Unmut der Autofahrer ausgelöst: Wer bei Gelb noch über die Ampel fährt, wird jetzt genauso hart bestraft, als wenn er bei Rot über die Kreuzung gefahren wäre. Ampelsünder kassieren künftig sechs statt drei Punkte und eine Geldbuße von bis zu 200 Yuan (25 Euro). Bei zwölf Punkten im Jahr ist der Führerschein weg. Um ihn wieder zu bekommen, sind ein siebentägiger Kurs und eine erneute theoretische Prüfung nötig.

Lesen Sie auch: Ampel-Anleitung für Düsseldorfer

Die verschärfte Stoppregel bei Gelb gilt, solange das Auto die Haltelinie mit den Vorderrädern noch nicht überfahren hat. Kritiker warnen vor Auffahrunfällen, weil Fahrer abrupt und scharf abbremsen könnten. Erste Unfälle werden schon gemeldet. Überhaupt: Welchen Sinn habe Gelb, wenn es genauso streng wie Rot beachtet werden müsse, fragten Internutzer. Es sei häufig beim besten Willen nicht möglich, noch rechtzeitig zu stoppen.

Lesen Sie auch: Die Luxus-Autos der Chinesen

Auch gibt es Sorgen, dass Autos vor Kreuzungen das Tempo verlangsamen könnten, um nicht in die "Gelbfalle" zu tappen. Das könne die Fließgeschwindigkeit des Verkehrs in chinesischen Städten noch verringern und zu weiteren Staus führen, wird befürchtet. Viele Kreuzungen in Chinas Städten sind mit automatischen Kameras ausgestattet, die Ampelsünder blitzen.

Diesen Beitrag empfehlen

Artikel bewerten

Bewerte diesen Artikel

Fremde Bewertungen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentar verfassen

  • Anmelden
  • Registrieren
Sie haben noch 800 Zeichen übrig
Anzeige

Versicherungsvergleich

Neuwagen

Porsche 911

Neuwagen deutlich
unter Listenpreis

Porsche 911 Neuwagen-Angebote

Gebrauchtwagen

Günstige Gebrauchtwagen-Angebote

Finden Sie Ihren Gebrauchtwagen.

Gebrauchtwagen-Angebote
Anzeige