Chrysler 300C Touring

Chrysler 300C Touring Chrysler 300C Touring

Chrysler 300C Touring

— 01.09.2004

Kleiner Schwertransporter

Nach der Limousine schicken die Amis jetzt den 300C Touring ins Rennen – ein Fünf-Meter-Kombi für schwerste Zuladung.

Wo ist der Platz im Kombi geblieben?

Die Limousine 300C ist gerade gestartet, schon schicken die Amerikaner ab November den Kombi hinterher. Der nennt sich sehr bajuwarisch Touring und unterscheidet sich von der Limousine kaum. Auch der Kombi trägt den riesigen Kühlergrill und mächtige Scheinwerfer vor der langen Motorhaube. Selbst die Seitenlinie bleibt nah an der Stufenheck-Version. Diesen Eindruck verstärken vor allem die, schmalen, fast wie Schießscharten wirkenden Seitenscheiben. Einzige auffällige Änderung sind die Rückleuchten, die kleiner ausfallen als bei der Limousine.

Bauartbedingt erhöht sich das Kofferraumvolumen. Minimal 630 Liter schluckt der Touring auf einmal weg, satte 126 Liter mehr als das Stufenheck. Wer sperrige Gegenstände transportieren will, klappt die geteilte Rücksitzbank um und kann so maximal 1600 Liter an Gepäckvolumen laden. Das können allerdings die Mittelklasse-Konkurrenten von Mercedes-Benz und BMW besser. Der 5er-Touring hat Platz für 1650 Liter und das T-Modell faßt sogar noch 300 Liter mehr als der Münchner. Schlechter ist hier nur der kurz vor der Ablösung stehende Audi A6 Avant mit 1590 Litern.

Da stellt sich die Frage: Wo ist der Platz im 300C Touring geblieben? Denn der Ami wirkt nicht nur viel größer, er ist es auch – zumindest von außen. Um 16 Zentimeter übertrumpft der 300C mit seinen gutgemessenen fünf Metern das Raumwunder T-Modell. Auch in der Breite schlägt er die Konkurrenz: Der 300C ist mit 188 Zentimetern ein echtes Dickschiff. Zum Vergleich: BMW hat beim 5er drei Zentimeter und Mercedes-Benz bei der E-Klasse sogar sechs Zentimeter weniger auf den Hüften.

Rekordverdächtige 573 kg Zuladung



Die Stärke des 300C Touring ist offenbar nicht das Ladevolumen, sondern das Ladegewicht: Bis 573 Kilogramm darf dieser US-Schwertransporter zuladen – das sind satte zwei Zentner mehr als der Schwabe. Noch schwächlicher zeigen sich BMW und Audi. Beim Ingolstädter dürfen rund 460 Kilo mit, gerade mal fünf gestandene Mannsbilder, wie die Bayern sagen. Schlußlicht ist der 5er, der nur magere 425 kg stemmen darf. Das reicht noch für eine Schafkopf-Runde plus Karten. Nur für Interessierte: Der Skoda Octavia Combi hat mit 565 Kilogramm Zuladung und 1512 Liter Kofferraumvolumen fast 300C Touring-Maße. Zum Preis ab 15.640 Euro ...

Preislich sortiert sich der US-Kombi knapp oberhalb von Mercedes und BMW ein. Ab 41.400 Euro rollen die Amis ihren Touring mit 3,5-Liter-V6-Motor auf die Straße. Damit steht der 300C Touring mit seinen 253 PS als Basisversion gar nicht schlecht da. Denn der Mercedes-Benz E 200K T (163 PS) startet bei 38.570 Euro, der Audi Avant 2.0 (130 PS) bei 31.600 Euro und der BMW 525i Touring bei 40.400 Euro.

Der finanzielle Vorsprung des US-Riesen fällt sogar noch größer aus, wenn man die magere Serienausstattung der deutschen Kombis betrachtet. Die ist beim 300C üppiger ausgefallen: Klimaautomatik, elektrische Fahrersitz- und Lenkradverstellung, Tempomat, Niveauregulierung und Einparkhilfe sind beim 300C Touring Serie, ebenso wie ESP, Vorhangairbags und Bremsassistent. Wer das Topmodell wählt, bekommt noch Lederausstattung, MP-Player mit CD-Wechsler und ein Navigationssystem dazu.

Bei der Motorenauswahl fahren die Amerikaner eine klare Linie: groß oder größer. Wie bei der Limousine stehen nur zwei Triebwerke zur Wahl: Der 3,5-Liter-V6 mit 253 PS und 339 Newtonmeter Drehmoment, dem Chrysler 11,3 Liter Verbrauch auf 100 Kilometern zutraut. Der große Bruder leistet als 5,7-Liter-V8-Motor 340 PS, kraftvolle 525 Newtonmeter und maximal Tempo 250. Und soll nur 13,2 Liter verbrauchen, behauptet Chrysler. Für den Big Block sind allerdings auch 52.750 Euro fällig, mit Allradantrieb sogar 54.750.

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