Chrysler-Konzepte Imperial/Firepower

Chrysler Imperial Chrysler Imperial

Chrysler-Konzepte Imperial/Firepower

— 15.08.2006

Moderne Zeiten

Chrysler will wieder klotzen: Mit den Konzepten Imperial und Firepower präsentieren sich die Amis auf der Höhe der Zeit.

Der Weg zurück ist lang. Und noch nicht zu Ende gegangen. Noch immer haben viele beim Namen Chrysler die seelenlosen Plastikautos aus den 90er Jahren vor Augen. Mit Modellen wie dem Crossfire oder dem 300C wurde unter der Führung Zetsches ein Neuanfang gemacht. Zuletzt präsentierte Chrysler zwei Studien, die die Design-Zukunft der Marke erahnen lassen. AUTO BILD drehte erste Runden in der Limousine Imperial und dem Sportwagen Firepower.

Mit 5,44 Meter Länge und 1,93 Meter Breite überragt der an einen Bentley Arnage erinnernde Viertürer Chrysler Imperial die europäische Oberklasse-Konkurrenz um eine Konfektionsgröße. Ein Klotz von 1,62 Meter Höhe. Man könnte glauben, der Wagen besitze zwei Vorderseiten. Im Inneren: zweifarbige Leder-Clubsessel, Wurzelholz und raffiniert hinterleuchtete Türverkleidungen. Dazu Entertainment vom Feinsten: Zwei Passagiere können dank innovativer Polarisationstechnik gleichzeitig verschiedene DVD-Filme auf demselben Monitor anschauen.

Unter der Motorhaube grummelt kaum hörbar der 5,7-l-V8-HEMI. Bis zu 340 PS und 526 Nm Drehmoment treiben die Hinterachse an. Die Fünfstufenautomatik kommt von Mercedes. Die 22-Zoll-Reifen rollen komfortabel. Sie tragen die Chrysler-LX-Plattform des 300C, die ihrerseits von der Mercedes E-Klasse stammt. "Der Imperial soll zeigen, wie ein Chrysler der Oberklasse aussehen kann", erklärt Designer Tom Tremont. "Er darf höchstens 10.000 Dollar mehr kosten als ein 300C." Bedeutet: rund 35.000 Euro. Und damit amerikanische Zweckmäßigkeit mit europäisch anmutender Hochwertigkeit zum Preis einer Mercedes C-Klasse.

Dass auch die Runderneuerung vorhandener Sportwagentechnik nach diesem Rezept funktioniert, soll der Firepower demonstrieren. Dafür wurde das Chassis der Viper SRT-10 mit

Klassische Proportionen und hochwertiges Interieur: der Firepower.

einer leichten Kohlefaser-Karosserie überzogen. Die Proportionen sind klassisch: lange Motorhaube, extrem kurze Überhänge, 4,38 Meter Gesamtlänge. Beim Interieur dominieren Leder und Hölzer, die Schalter und Hebel sind aus schwerem, hochglänzend verchromten Metall.

Der Firepower trägt seinen 432 PS starken 6,1-Liter-V8-Motor in Front-Mittellage, also hinter der Vorderachse. Die beeindruckende Akustik lässt eine Handschaltung vermuten, doch auch hier kommt die Mercedes-Fünfstufenautomatik zum Einsatz. "Der Firepower soll ein kultivierter Langstreckenläufer sein, kein Hochleistungssportler", sagt Entwickler Herb Helbig. Wie weit das zutrifft, bleibt abzuwarten. Sicher ist, dass bei Chrysler moderne Zeiten angebrochen sind.

Autor: Jürgen Zöllter

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