Chrysler Voyager 2.8 CRD

Chrysler Voyager 2.8 CRD Chrysler Voyager 2.8 CRD

Chrysler Voyager 2.8 CRD

— 24.05.2004

Gepflegter gleiten

Nach mehr als 20 Jahren Voyager-Geschichte gibt es den US-Van endlich auch mit 2,8-Liter-Diesel in Kombination mit Automatikgetriebe.

Serienmäßig mit Vierstufen-Automatik

Bereits 1983 startete Chrysler seine Voyager-Mission – und verkaufte seither mehr als zehn Millionen Raum-Fahrzeuge. Jetzt erhält die vierte Generation ihre erste (dezente) Modellpflege. Mehr Interesse als die leicht veränderte Frontpartie mit modifizierten Scheinwerfern weckt denn auch der neue Dieselmotor. Schon bislang griffen rund 80 Prozent der Voyager-Käufer zum 2,5-Liter-CRD – den es auch weiterhin nur als Handschalter gibt.

Dafür kommt der neue 2.8 CRD mit 150 PS stets serienmäßig mit einer Vierstufen-Automatik. Der Clou dabei: Der große Diesel kostet trotzdem gerade mal 500 Euro mehr als der kleine, startet als siebensitzige Family-Version bei 27.400 Euro. Schon bei 1800 Touren stemmt der 2.8er gewaltige 360 Nm auf die Kurbelwelle (2.5 CRD: 320 Nm bei 2000/min). Was sich zwar nicht positiv auf die Fahrwerte auswirkt, den Voyager aber deutlich souveräner macht.

Der größere Motor läuft ruhiger, schnurrt bei Tacho 100 mit 2200 Touren über Landstraßen. Beim leichten Tritt aufs Gaspedal reagiert das Getriebe ausreichend schnell, schaltet zum Überholen einen Gang runter. Bei Kickdown geht es auch schon mal zwei Stufen abwärts. Größter Unterschied zum 2,5-Liter bleibt aber der Verbrauch: 8,4 statt 7,7 Liter werden im Schnitt alle 100 Kilometer verbrannt.

Technische Daten

Auch in der Schadstoffeinstufung kann der neue Motor keine Lorbeeren ernten. Die Euro 4-Norm ist so weit entfernt wie Detroit von Stuttgart. Technisch erreicht er zwar die Grenzwerte der Euro 3, das Finanzamt hat ihn wegen des Gesamtgewichts von über 2,5 Tonnen aber nur mit Euro 2 registriert. Das bedeutet 16,05 Euro je angefangene 100 Kubikzentimeter statt 15,44 Euro – macht im Jahr 17,08 Euro mehr Kfz-Steuer. Eine kleine Summe, beim späteren Wiederverkauf aber vielleicht mal ein großer Stolperstein.

Dabei können die Amerikaner auch anders. Beispiel Sicherheit. Das Crashverhalten soll optimiert worden sein, Kopfairbag-Vorhänge wurden installiert, Front-Airbags zweistufig ausgeführt, die Vordersitze mit Gurtstraffern und -kraftbegrenzern aufgerüstet. In der zweiten Reihe sorgt Isofix für sicheren Kindertransport. Nach wie vor vermissen wir aber ESP und das Bemühen um bessere Verarbeitung. Ebenfalls noch auf unserer Wunschliste: Klapptische an den Vordersitzen, straffere hintere Sitzbank und Fensterheber in den Schiebetüren. Annehmlichkeiten, die nach über 20 Jahren Raumfahrt drin sein sollten.

Technische Daten Vierzylinder-Turbo • vier Ventile pro Zylinder • Hubraum 2776 cm³ • Leistung 110 kW (150 PS) bei 3800/min • max. Drehmoment 360 Nm bei 1800–2600/min • Frontantrieb • Viergangautomatik • Einzelradaufhängung • Kofferraum 660–3640 l • Tank 75 l • Länge/Breite/Höhe 4808/1997/1749 mm • Reifen 215/65 R 16 • Leergew. 2025 kg • Zul. 505 kg • Spitze 180 km/h • Beschl. 0–100 km/h in 11,9 s • Verbr. (EU-Mix) 8,4 l Diesel • Preis 27.400 Euro

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