Chrysler Voyager Family 2.8 CRD

Chrysler Voyager Family 2.8 CRD Chrysler Voyager Family 2.8 CRD

Chrysler Voyager Family 2.8 CRD

— 25.08.2005

Rauhes Raumschiff

Voyager plus Diesel und Automatik? Im Prinzip eine tolle Kombination, aber es gäbe einiges zu verbessern.

Irgendwas knistert und klappert immer

Taxifahrer und Freunde des gemütlichen Gleitens dürfen sich freuen. Mit dem Voyager 2.8 CRD Automatik wurde die amerikanische Sternen-Flotte endlich um einen Raumkreuzer mit Entspannungs-Antrieb erweitert. Mutter Mercedes spendiert den 2,8-Liter-Vierzylinder, der mit moderner Common-Rail-Technik arbeitet und manierliche 150 PS mobilisiert. Auf Lichtgeschwindigkeit bringt es der Voyager damit nicht gerade, die Leistung reicht für den Hausgebrauch aber durchaus.

Trotz fast zwei Tonnen Leergewichts zieht es den US-Van in recht flotten 12,5 Sekunden in die 100-km/h-Umlaufbahn, erst bei Tempo 180 wird der 1,75 Meter hohe und zwei Meter breite Raumgleiter von Wind- und Rollwiderständen eingebremst. Nicht schlecht. Und auch beim Überholen lassen 360 Newtonmeter nichts anbrennen. Als Störenfriede entpuppen sich dagegen die unharmonische und nervöse Vierstufen-Automatik sowie das lästig lärmende Dieselknurren. Subjektiv verschwindet so jeder Anflug von Agilität oder gar Sportlichkeit.

Ein Schaltgetriebe könnte diesen Eindruck kaschieren und den Verbrauch noch etwas unter die kaum rekordverdächtige Zehn-Liter-Marke drücken. Doch von Hand schaltet nur der 2,5-Liter-Diesel (143 PS/320 Nm). Auch beim Fahrkomfort setzt der Voyager leider keine wirklich bedeutenden Akzente. Für einen amerikanischen Straßenkreuzer wirkt das Fahrwerk sogar fast schon straff, aber auch holperig. Was der Fahrer nicht nur spürt, sondern auch hört: Irgend etwas knistert und klappert eigentlich immer.

Technische Daten, Preis und Bewertung

Insgesamt scheint der Voyager, der vor allem mit viel Platz für sieben und 306 bis 3640 Liter Kofferraum glänzt, in die Jahre gekommen. Anmutung und Oberflächen der Kunststoffe wirken vom Zeitgeist überholt – einfach und grau. Dazu paßt, daß bei der guten Ausstattung das ESP vergessen wurde. Und nicht mal gegen Aufpreis angeboten wird.

Ansonsten gibt es aber zahlreiche nette Helferlein, von den elektrischen Außenspiegeln bis hin zum US-typischen Tempomat. Mitunter fehlt allerdings das Vertrauen in die Solidität der Einrichtung. So machen etwa die großen Cupholder nicht unbedingt den Eindruck, als hielten sie einer Literflasche lange stand.

Autor: Daniel Gau

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