Chrysler Voyager LX 3.3 V6

Chrysler Voyager LX 3.3 V6 Chrysler Voyager LX 3.3 V6

Chrysler Voyager LX 3.3 V6

— 12.02.2002

Reine Formsache

Optisch hat Chrysler den Voyager neu in Form gebracht. Technisch aber bleibt vieles beim Alten.

Motor und Fahrwerk

Stolz tönt die aktuelle Chrysler-Werbung: "1983 haben wir den Mini-Van erfunden." Amerikanische Angeberei, als ob es Autos wie den VW Bus nie gegeben hätte. Wie dem auch sei: Fast neun Millionen Voyager bereisen seitdem die Straßen dieser Welt, gerade kam das Modell 2001 auf den Markt.

Fahrfreude und Antrieb Seidenweicher V6 mit amerikanisch-sanft arbeitender Viergangautomatik. Auf dem Highway ist nur dann die Hölle los, wenn Kickdown die Gänge durcheinander wirbelt.

Fahrleistungen Dem Hubvolumen angemessen. Beim Gaswegnehmen könnte die Motorbremswirkung besser sein.

Fahrwerk und Sicherheit Front- und Seitenairbags warten nur in der ersten Reihe, ebenso Gurtstraffer und Gurtkraftbegrenzer.

Komfort und Preise

Karosserie und Qualität Er nimmt die Schnauze jetzt voller, reißt die Augen weiter auf, mafiös die getönten Scheiben (hinten ganz abgedunkelt). Das war es von außen. Innen fragst du dich: Was ist hier neu? Die Kontrolllichtleiste über den Instrumenten wird traditionell vom (verstellbaren) Lenkrad verdeckt. Die Schalter sind alte Bekannte, ebenso die Instrumente. Verarbeitung? Die Grazer verstehen ihr Handwerk, machen aus den US-Teilen ein europäisch-solide anmutendes Gefährt. Netter Gag: elektrische Schiebetüren für 1610 Mark, die sich auf Knopfdruck bewegen. Eine Zuziehautomatik hätte genügt, Schiebetüren nerven ja nur durch den Schließknall.

Komfort Schwebeklasse mit leichter Nervosität auf kurzen Wellen. Sitzausbau schwer: Ein Einzelsitz wiegt 25 Kilo, die letzte Reihe kann nur zu zweit demontiert werden.

Preis und Kosten Viel Geld - aber auch viel Ausstattung. Recht hohe Teilkaskoklasse.

Fazit Chrysler hat mit dem Voyager vor 17 Jahren den Van wieder populär gemacht - und ruht sich immer noch auf den Lorbeeren aus. Das aktuelle Modell zeigt: Hier wurde nichts neu erfunden. Amerikanisch-sanfte Automatik, getrennt regelbare Heizung, Spielereien wie Kompass in der Dachkonsole und elektrische Türen. Aber: schwere Sitze, bei voller Besetzung wegen Gepäckproblemen nur kurzstreckentauglich. Der Grand Voyager (29 cm länger) kostet gleich 6200 Mark mehr.

Technische Daten und Ausstattung

Technik Motor Sechszylinder-V-Benziner • Hubraum 3301 cm3 • Leistung 128 kW (174 PS) bei 5100/min • Drehmoment 278 Nm bei 4000/min • Getriebe 4-Stufen-Automatik • Antrieb Front • Bremsen Scheiben/Scheiben, ABS • Reifen 215/65 R 16 H • Kofferraum 660/3640 l • Tankinhalt 75 l • Länge/Breite/Höhe 4803/1997/1803 mm • Leergewicht/Zuladung 1910/590 kg • Anhängelast (gebremst) 1600 kg

Serienausstattung Automatikgetriebe

Extras zwei elektrische Schiebetüren 1610 Mark • sechs Einzelsitze 860 Mark • Ledersitze inkl. Beheizung vorn 2500 Mark

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