Studie Citroën C-Cactus

Citroën C-Cactus Citroën C-Cactus

Citroën C-Cactus

— 03.09.2007

Der sticht ins Auge

Mit dem C-Cactus stellt Citroën auf der IAA 2007 eine neue Hybridstudie vor. Sie soll umweltfreundliche Technik mit einem günstigen Preis kombinieren.

Günstige Produktionskosten, sauberer Antrieb – nach diesen Vorgaben hat Citroën den C-Cactus entwickelt, der auf der 62. IAA (13. bis 23. September 2007) Weltpremiere feiert. Nebenbei ist mit der Studie ein extrem gewagter Hingucker entstanden, der optisch fast als Offroad-Mini durchgehen könnte. Die Franzosen verwenden einen hohen Anteil recycelter oder recycelbarer Werkstoffe, der Diesel-Hybrid-Antriebsstrang und schlanke 1306 Kilo Gesamtgewicht sollen den Normverbrauch auf nur 3,4 Liter je 100 Kilometer drücken – das entspricht 78 Gramm CO2-Ausstoß pro Kilometer. Der Kaufpreis ist zwar reine Gedankenspielerei, er soll aber auf dem Niveau eines C4-Basismodells liegen (etwa 15.000 Euro). Die moderaten Herstellungskosten resultieren laut Citroën aus der Verwendung neuartiger Materialien und einer auf Rationalisierung ausgerichteten Konstruktion, mit der die Zahl der Bauteile verringert wurde. So besteht der Innenraum des C-Cactus aus kaum mehr als 200 Einzelteilen – ds sind ungefähr halb so viele wie in einem gewöhnlichen Auto dieser Klasse.

Verzicht aufs Armaturenbrett

Im Cockpit verwenden die Franzosen einen hohen Anteil recycelter oder recycelbarer Werkstoffe.

Die Studie ist 4,20 Meter lang bei einer Breite von 1,80 Meter. Zur Komfortausstattung gehören eine automatisch geregelte Klimaanlage, eine Audioanlage, ein verglastes Panoramadach und ein Geschwindigkeitsregler und -begrenzer. Durch die günstigen Produktionskosten kann der C-Cactus mit einem HDi-Hybrid-Antriebsstrang kombiniert werden, ohne deshalb teurer zu werden als ein C4 in der Einstiegsversion. So entfiel unter anderem das Armaturenbrett: Alle dort untergebrachten Funktionen wurden auf der Mittelkonsole und der feststehenden Lenkradnabe zusammengefasst. Die Mittelkonsole nimmt die Aktivlautsprecher der Audioanlage, den Getriebewählhebel und einen Touchscreen auf – über den Bildschirm werden Bordcomputer, Navigationssystem und die Klimaanlage bedient. Die Schalter für Blinker, Scheinwerfer, Scheibenwischer, Hupe und Geschwindigkeitsregler befinden sich hingegen auf der feststehenden Lenkradnabe, ebenso wie der Tacho und die Kontroll- bzw. Warnleuchten. Ein weiteres Beispiel für vereinfachende Konstruktion ist die Verwendung des gleichen Bauteils für die Kühlermaske vorn (mit Scheinwerfern und Doppelwinkel) und den unteren Teil der Heckklappe.

Geschwindigkeit auf 150 km/h begrenzt

Die Studie ist 4,20 Meter lang und 1,80 Meter breit.

Der Vorderwagen besteht nur aus einer feststehenden Motorhaube mit integrierten Kotflügeln und einer Wartungsklappe, durch die Ölstand und Scheibenwaschwasser kontrolliert und aufgefüllt werden können. Auf versenkbare Fenster hat Citroën verzichtet, es gibt nur ein einfaches Schiebefenster. Aufwendige Mechanismen und Fensterführungen können so entfallen. Die Türverkleidungen bestehen lediglich aus zwei Teilen, wo in einer traditionellen Limousine zwölf eingebaut werden. Der verbaute Hybrid-Antriebsstrang mit einem HDi-Diesel leistet inklusive Partikelfilter 70 PS, der Elektromotor steuert weitere 30 PS hinzu. Im Stadtverkehr ist ein ZEV-Modus (Zero Emission Vehicle) möglich, der einem reinen Elektroantrieb ohne Abgase und fast ohne Geräusch entspricht. Die Höchstgeschwindigkeit wurde auf 150 km/h begrenzt. Auch die Materialauswahl ist ungewöhlich: Die Bodenverkleidung besteht aus recyceltem Leder, für das Lederreste verwendet wurden, die von gewöhnlichen Gerbereien nicht mehr genutzt werden können. Zahlreiche Teile sind aus Kork, der Filz der Türverkleidungen und der Ablagen im Armaturenbrett ist aus chemisch unbehandelter und biologisch abbaubarer Wolle.

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