Citroën C-Zero: Energie-Bilanz im Winter — 21.11.2011

Minusgrade kosten Reichweite

Wer im Winter mit einem Elektoauto unterwegs ist, sollte sich nicht allzu weit von Steckdosen entfernen. Ein Test der DEKRA zeigte jetzt, dass Kälte die Reichweite der Stromer halbiert.

Einer Untersuchung der DEKRA zufolge sind Elektroautos ausgesprochene Warmblüter. Sind sie nämlich bei Minusgraden unterwegs, leidet ihre Reichweite ganz empfindlich. Testkandidat auf dem Rollenprüfstand war der Citroën C-ZERO. Offenkundig wohl fühlte sich der kleine Stromer bei einer Temperatur von plus 22 Grad. Die Reichweite lag hier bei 138 Kilometern. Ganz anders stellte sich die Situation bei einer Umgebungstemperatur von minus fünf Grad dar. Hier büßte der C-Zero satte 53 Prozent seiner Reichweite ein, nach 65 Kilometern war die Batterie leer. Um Realitätsnähe bemüht, ließen die Tester bei der Sommerfahrt die Lüftung laufen, bei der Frostfahrt arbeitete die Heizung auf Volllast, außerdem waren für jeweils zehn Minuten die Heckscheibenheizung und die Sitzheizung aktiv. Das Gebläse stand zudem auf Automatik.

Stromer im Dauertest: Karabag 500E

Die Ursache für den drastischen Verlust an Reichweite liegt bei der Batterie, die bei niedrigen Temperaturen nur mit reduzierter Speichekapazität arbeitet. Zudem treten verschiedene Energieverluste in den Bereichen Batterie, Leistungselektronik und Antrieb auf.

Energieverluste beim Elektroauto

Batterie: An der Batterie geht bereits bei plus 22 Grad Celsius Außentemperatur fast ein Fünftel der Ladeenergie (4,1 kWh / 19 Prozent) durch Verluste an der Hochvoltbatterie verloren. Bei minus 5 Grad steigt dieser Anteil auf 48 Prozent (9,5 kWh).

Energieverluste beim Elektroauto 1 von 5

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Batterie gegen Benziner

Kommentare zum Artikel (4)

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Traudi
22.11.2011, 11:55Uhr

...wurde bereits früher und heute noch in arktischen Regionen bei Diesel LKWs praktiziert.
Hier wurden und werden die warmen Auspuffgase mit einer Klappe zur Starterbatterie geleitet. Die so aufgeheizte Batterie hat eine wesentlich höhere Kapazität als eine eiskalte Batt. Aufgrund der relativ großen Batteriemasse bleibt diese auch viele Stunden warm....

Traudi
22.11.2011, 11:52Uhr

Eine stromfressende Elektroheizung in einem Elektroauto zeugt eigentlich von einer nicht besonderen Klugheit des Konstrukteures! Es währe besser einen sogenannten Zuheizer bzw. Standheizgerät einzubauen. Solche fossilen (Luft) Heizgeräte sind sehr effektiv und benötigen nur einige zehntel Liter Treibstoff pro Stunde. Mit dieser günstig produzierten Wärme kann man auch gleich die kalte Autobatterie zur Leistungssteigerung aufwärmen - wurde bereits früher und heute noch in arktischen Regionen bei Diesel LKWs praktiziert.

Bemüht
22.11.2011, 07:49Uhr

... haben sich die Test und mit Realitätsnähe "..., bei der Frostfahrt arbeitete die Heizung auf Volllast, außerdem waren für jeweils zehn Minuten die Heckscheibenheizung und die Sitzheizung aktiv. Das Gebläse stand zudem auf Automatik. " Ja, so fahre ich auch immer durch die Gegend: 10 min Heckscheibenheizung, 10 min. Sitzheizung und "Heizung, gib alles". Wie weit kommt er denn ohne diese wichtigen Maßnahmen bei -5 Grad?

Sith
21.11.2011, 20:03Uhr

Aha.

Das bedeutet wohl, dass ein VW Diezzel besser sein soll.

Seite 1

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