Citroën C-Zero gegen Hyundai i10: Test — 12.04.2011
Womit fährt man besser?
Jetzt wird es ernst: Beim Duell Citroën C-Zero kontra Hyundai i10 muss sich das Elektroauto erstmals gegen einen konventionellen Kleinwagen beweisen. Kann der Elektroflitzer ein normales Auto wirklich voll ersetzen?
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Warum er so klein ist und uns so bekannt vorkommt? Ganz einfach: Eigentlich ist der C-Zero kein Citroën, sondern ein Mitsubishi i-MiEV, nur mit anderem Logo. Und der gehört in seiner Heimat Japan zu den sogenannten Kei Cars – Winzlingen, die wegen ihrer platzsparenden Abmessungen Steuervorteile genießen. Einsteigen, bitte. Keine Frage: Der Hyundai ist ein richtiges Auto. Man sitzt bequem – selbst hinten –, thront nur als großer Fahrer einen Tick zu hoch. Ein Dreh am Zündschlüssel, und der i10 schnurrt los. Im E-Auto muss man sich mit dem Beifahrer arrangieren. Der Citroën ist schmal wie ein Handtuch, entsprechend nah kommt man dem Nebenmann.Überblick: News und Tests zu Hyundai
Die Angst vorm Liegenbleiben ist somit ein ständiger Begleiter, denn wenn die Batterie leer ist, heißt es: sechs Stunden Zwangspause an der 230-Volt-Steckdose. Mit Drehstrom würde es nicht so lange dauern, 80 Prozent der Akkuleistung wären dann bereits in einer halben Stunde wieder hergestellt. Dennoch tankt der Hyundai fixer. Und schneller ist er auch. Denn während das E-Mobil – ohne Krach, aber mit Ach – auf 130 Spitze kommt, schafft der Benziner 156 km/h. Auch hält er flotte Kurven besser aus, nicht nur seiner stabileren Lenkung wegen. Die schmalen Citroën-Reifen bauen wenig Grip auf, lassen das Auto frühzeitig "wegschmieren" – und sind auch für die mäßigen Bremswerte mitverantwortlich. Allerdings wollen hier auch 1130 Kilo zum Stehen gebracht werden, 146 Kilo mehr als beim Hyundai. Allein die Batterien bringen rund vier Zentner auf die Waage. Aber sie ziehen den Schwerpunkt nach unten, was der Fahrstabilität dient.
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Selbst der Komfort ist besser als erwartet: Der C-Zero federt feinfühliger als viele andere Minis. Seine Karosserie ist auf Buckelpisten aber stärker in Unruhe als die des i10. Insgesamt schlägt sich der Stromer wacker. Um dem Benziner wirklich gefährlich zu werden, müsste er aber billiger sein und mit einer Akku-Füllung weiterkommen. Denn solange das Elektroauto fast das Dreifache eines gewöhnlichen Kleinwagens kostet, aber nur ein Drittel seiner Reichweite bietet, wird die Rushhour ohne Lärm und Abgas wohl noch ein Wunschtraum bleiben.
| Fahrzeugdaten | Citroën | Hyundai |
|---|---|---|
| Motor Bauart/Zylinder/ | Permanent-Synchronmotor, | Vierzylinder, |
| Einbaulage | hinten/Mitte quer | vorn quer |
| Ventile/Nockenwellen | – | 3 pro Zylinder/1 |
| Nockenwellenantrieb | – | Zahnriemen |
| Hubraum | – | 1086 cm³ |
| kW (PS) bei U/min | 49 (67)/ab 2500**** | 51 (69)/5500 |
| Nm bei U/min | 180/0–2500 | 99/4500 |
| Höchstgeschwindigkeit | 130 km/h | 156 km/h |
| Getriebe | Eingang mit starrer Übersetzung | Fünfgang manuell |
| Antrieb | Hinterradantrieb | Vorderradantrieb |
| Bremsen vorn/hinten | Scheiben/Trommel | Scheiben/Scheiben |
| Testwagenbereifung | 145/65 – 175/55 R 15 S/V | 165/60 R 14 H |
| Radgröße | 4,0 – 5,0 x 15“ | 5 x 14“ |
| Abgas CO2 | 78 g/km** | 110 g/km |
| Verbrauch* | 13,5 kWh*** | 5,8/4,1/4,7 l |
| Tankinhalt/Kraftstoffsorte | 16 kWh (Batteriekapazität) | 35 l/Super |
| Vorbeifahrgeräusch | 66 dB (A) | 73 dB (A) |
| Anhängelast gebr./ungebr. | keine | 700/400 kg |
| Kofferraumvolumen | 166–860 l | 225–925 l |
| * innerorts/außerorts/gesamt auf 100 km, ** Emissionswert bei der Stromerzeugung, Grundlage deutscher Strommix 575 g/kWh; *** Werksangabe basierend auf 135 Wh/km; **** Dauerleistung 35 kW (48 PS) | ||
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Kommentare zum Artikel (12)
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Warum wird immer nur die halbe Rechnung gemacht zu Gunsten von Verbrennungsfahrzeugen??? Wenn von einem durchschnittlichen Fahrzeugalter von 10 Jahren ausgegangen wird, kalkulieren sie doch mal folgendermaßen.
1) Anschaffungspreis
2) Fixkosten (Steuer, Versicherung etc.)
3) Wartungskosten pro Jahr
4) Betriebskosten bei 15000 km / Jahr
5) Die Umweltschäden nicht vergessen insofern bezifferbar
Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor sind ungefähr so "günstig" wie Atomstrom.
Wie wäre es denn mal mit einem Test der was taugt. Beide Autos im Alltag bei Otto-Normalverbraucher vor die Türe stellen
...bei Kleinwagen über Beschleunigungswerte zu philosophieren ist doch Quatsch. Was interessiert ist wie normal komme ich mit einem E-Auto voran. (Mit Klima im Sommer xx km, mit Heizung im Winter xx km, bei Regen xx km) das sind Dinge mit denen man was Anfangen kann... Eine Aussage wie dass beim Anschalten von Verbrauchern die Entfernung dahinschmilzt ist doch für die Tonne. Peinlicher Bericht, ich schaue mir hier wirklich nur noch die Bildchen von den Autos an...
Es gibt auch noch einen andere Technik die momentan anscheinend totgeschwiegen wir. Eine nicht ganz so große deutsche Firma hat ein Verfahren zur Speicherung von Ökostrom entwickelt das auf Methangas beruht. Methangas = Erdgas - Erdgasautos.
Einen neues Erdgasauto im Format eines vollwertigen Familienminivan kostet gibt es schon ab 17.490,-€ (Caddy Roncalli), die Infrastruktur zur Speicherung von Methangas ist vorhanden, die Tankstellen sind vorhanden.
Wann werdet Ihr endlich verstehen dass Ölvorkommen (übrigens genauso wie Uran) auf diesem Planeten begrenzt vorkommen und spätestens Eure Enkel keinen Sprit mehr zum Vertanken haben werden?! Die fahren dann quasi wie Eure Opa´s mit der Pferdedroschke oder wie muss man sich das vorstellen??? Reichweite teuer blabla. Ihr seid Menschen die keiner braucht, die nur an sich denken und im Hier und jetzt leben! By the way: Kinder hab Ihr keine, denen Ihr Euer Verhalten erklären müsst, oder?
Strom laesst sich per Solar-Panel erzeugen und das auch mit geringen Investitionen um diese kleine Asphaltblase zu betreiben. Allerdings das Reichweiten-Problem ist hier nicht geloest, wer gar fuer kurze Zeit die Hoechstleistung abfordert wird festestellen das sich die Batterien schneller erschoepfen. Nix fuer fuer den Ungeduldigen. Eher was fuer jemand der morgens zum entfernten S-Bahnhof schleicht und abends von dort wieder zurueck schleicht.