Vom dezenten Dröhnen des 1,6-Liter-Motors untermalt, schieße ich auf den schnellen Rechtsknick zu, die Einfahrt des Motodroms von Hockenheim. Einmal runterschalten, vom fünften in den vierten Gang. Einlenken. Der Asphalt glitzert, ist von einem Regenschauer feucht. Ab Kurvenmitte wird das Lenkrad leicht in den Händen. Die Vorderreifen rutschen nach außen. Untersteuern. Etwas Gas wegnehmen, das Steuer leicht zurückdrehen. Schon hat sich der kleine C2 wieder gefangen. "Wir haben bewusst das Fahrwerk so ausgelegt, dass Rennanfänger im Grenzbereich keine bösen Überraschungen erleben", erklärt Rüdiger Seyffarth.
Tracktest: Citroen C2
Polo Cup-Nachfolger: Seyffarth Motorsport schreibt ab 2011 den Citroën C2 Race Cup aus.
Bild: Alexander Kramer
Der Mann aus Querfurt, der sich mit seinem Team vor allem im Porsche Carrera Cup einen Namen gemacht hat, bringt nun den Citroën C2 Race Cup an den Start. Einen Markenpokal, der es vor allem auf junge Rennfahrer ab 16 Jahre abgesehen hat (mehr Informationen). Voraussetzung dafür ist mindestens die nationale Junior-Lizenz. "Wir verstehen die Serie als Einstiegsserie in den Tourenwagensport und als Ersatz für den Polo Cup", erklärt Seyffarth. Dabei greift er auf bewährte Mittel zurück, um die Chancengleichheit groß und die Kosten klein zu halten. Alle Autos wartet seine Firma zentral und betreut sie bei den Rennen. Das Setup für die jeweilige Strecke ist für jeden Teilnehmer gleich. Nur der Reifendruck darf innerhalb vorgegebener Grenzen gewählt werden.

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Tracktest: Citroen C2
Gerade bei Nässe bewährt sich die sanfte Fahrwerksabstimmung.
Bild: Alexander Kramer
Lernen steht im Vordergrund. Weshalb der C2 Cup mit einer Datenaufzeichnung ausgestattet ist. Die speichert beispielsweise Geschwindigkeit, Gaspedalstellung und Bremsdruck. Mithilfe von Vergleichswerten können sich die Piloten dann kontinuierlich verbessern. Eine Saison mit sieben Veranstaltungen kostet 35000 Euro. Starten soll die Serie im kommenden Jahr. Am 10. Oktober auf dem Hockenheimring und am 24. Oktober auf dem Nürburgring wird es dieses Jahr bereits zwei Rennen geben, bei denen Interessenten den C2 ausprobieren können.
Der in Eigenregie von Seyffarth Motorsport aufgebaute Citroen C2 Cup macht einen ausgereiften Eindruck. Technisch ist das Auto einfach gehalten. Es fehlt z. B. ein Sperrdifferenzial. Ein Tribut an die Kostenbremse, die diesen Cup zu einem runden Angebot macht.