Citroën C3 1.6 SensoDrive Exclusive

Citroën C3 1.6 SensoDrive Exclusive Citroën C3 1.6 SensoDrive Exclusive

Citroën C3 1.6 SensoDrive Exclusive

— 07.11.2002

Halbe Sachen bei Citroën

Der C3 bietet jetzt auch ein automatisiertes Schaltgetriebe und 109 PS. Doch leider fehlt dem Kraftzwerg mehr als nur das Kupplungspedal.

Schalten wie Schumi in Citroëns Kugelblitz

Sportlich, sportlich, so der erste Einduck von diesem C3. 80 Kilowatt stehen im Fahrzeugschein. Immerhin 109 PS. Fast so viel wie beim ersten Golf GTI (110 PS). Und auch der Blick aufs Lenkrad offenbart Ungewöhnliches: Links und rechts sitzen zwei Schaltwippen hinter den Lenkradspeichen.

Wer hätte das gedacht?: Schalten wie Schumi in Citroëns Kugelblitz. Ein echter Paukenschlag: Starker Motor und sportliche Lenkradschaltung, das passt gut zusammen. Theoretisch zumindest. In der Praxis kommt kein Rennstreckengefühl auf, sondern eher Gemütlichkeit.

Denn zum Schnellfahren taugt der C3 mit SensoDrive nur sehr bedingt. 12,4 Sekunden braucht er aus dem Stand auf 100 km/h. Genauso viel wie sein handgeschalteter Dieselbruder – nur dass der mit 90 PS auskommt. Wer die fünf Gänge ausdreht und sie mit der rechten Wippe nach oben durchschaltet, erntet eher ein laues Lüftchen statt eines starken Sturms.

Ja wo stecken denn diese 109 PS?

Auch wenn der Franko-Floh nicht schlecht beschleunigt, bewegt den Fahrer doch permanent die Frage: Ja wo stecken denn diese 109 PS? Zu spüren sind sie jedenfalls nicht. Da hilft es auch wenig, dass der Motor beim Runterschalten (linke Wippe) effektvoll mit Zwischengas aufheult. Das soll für sanfte Gangwechsel sorgen, wirkt aber irgendwie halbstark. Also rein in den Automatik-Modus. Der wird über einen Knopf hinterm Schalthebel aktiviert. Der Fahrer kann sich nun ganz auf Lenken, Bremsen und Gas geben konzentrieren – wenn da nicht die viel zu langen Schaltpausen wären.

Starkes Beschleunigen macht so keinen Spaß. Gas weg, Kupplung auf, Gang rein, Kupplung zu und wieder Gas – das regelt zwar alles der intelligente Getrieberechner. Nur wirkt das Prozedere zu träge. Fast wie im Smart. Lästige Nickbewegungen inklusive. Sogar adaptiv soll das System funktionieren. Heißt: Die Schaltvorgänge werden der Fahrweise angepasst. Spürbare Lücken im Getriebe-Gedächtnis lassen aber auch hier Raum für Verbesserungen.

Der Durchschnittsverbrauch von 7,5 Litern geht in Ordnung – genau wie das ordentliche Platzangebot und die feine Exclusive-Ausstattung, die erfreulicherweise auch ESP umfasst.

Fazit und Technische Daten

Fazit Rennwagen-Schaltung im C3 muss nicht sein. Schade, dass es die 109-PS-Motorisierung in Deutschland nicht mit normalem Schaltgetriebe oder einer richtigen Automatik gibt. Ersteres wäre billiger, Letzteres sicherlich besser zu fahren.

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