Citroën Nemo versagt beim Elchtest — 26.04.2010
ADAC kippt Nemo um
Der ADAC hat den Citroën Nemo einem Ausweichtest unterzogen. Ohne ESP ist der Hochdachkombi schon bei 80 km/h umgekippt – das Gleiche würde auch mit dem Peugeot Bipper passieren. PSA hat bereits reagiert.
Fahrzeuge ohne serienmäßige Stabilitätskontrolle (ESP) sind nicht nur AUTO BILD, sondern auch dem ADAC ein Dorn im Auge. Für die Hochdachkombis
Citroën Nemo und
Peugeot Bipper ist ESP bislang noch nicht mal gegen Aufpreis zu haben – Grund genug für den ADAC, den Citroën Nemo einem Ausweichtest (ähnlich Elchtest) zu unterziehen. Ergebnis: Der Citroën Nemo kippte unter den ADAC-Testbedingungen bei einer Geschwindigkeit von 80 km/h spektakulär auf die Seite. Das Gleiche würde auch mit dem baugleichen Peugeot Bipper passieren, vermutet der ADAC – und hat einen zweiten Test mit dem Bipper vorsichtshalber gar nicht erst gestartet.
Fiat Qubo zeigt: ESP wirkt Wunder
Ebenfalls baugleich mit Citroën Nemo und Peugeot Bipper ist der
Fiat Qubo. Für den Qubo ist ESP bereits zu haben, wenn auch nur als aufpreispflichtiges Extra. So ausgestattet meisterte der Fiat Qubo den Ausweichtest ohne Probleme – alle vier Räder blieben am Boden. Der PSA-Konzern (Citroën und Peugeot) habe bereits reagiert, berichtet der ADAC. Sowohl Citroën Nemo als auch Peugeot Bipper würden künftig serienmäßig mit ESP ausgerüstet – bei den Dieselvarianten sei das ab September 2010 der Fall. Die Benziner müssen etwas länger darauf warten, weil das ESP für sie erst neu entwickelt werden muss.
Gleich kippt er: 2005 hatte der ADAC den Dacia Logan auf die Seite gelegt. Schuld waren defekte Reifen – auf ESP verzichtet Dacia beim Logan noch heute.
Das ganze Szenario erinnert an den ADAC-Fahrdynamiktest im Juli 2005
mit dem frühen Dacia Logan, der noch heute ohne ESP auskommen muss. Verschnupft
kritisierte Renault damals die Testbedingungen des ADAC, woraufhin die Reifen genauer unter die Lupe genommen wurden. Ergebnis: Schon im vorherigen Testverlauf wurden die Reifen so sehr in Mitleidenschaft gezogen, dass sie beim entscheidenden Fahrdynamiktest komplett versagten.
Renault stellte nach dem ADAC-Test
eigene Untersuchungen mit neuen Reifen an und brachte das Fahrzeug dabei nicht einmal in eine kritische Situation. Damit war der Dacia Logan rehabilitiert – auch ohne ESP.
Kommentare zum Artikel (65)
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Es ist lachhaft, denn die Schwesterzeitschrift der Autobild hat den Gegencheck vorgenommen und es ist NICHTS passiert. D.h. der ADAC hat mal wieder versucht seine populistische Meinungs- und Stimmungsmache vorzunehmen. Ich hoffe Autobild Sie bringen diesen Gegencheck auch mit soviel TAMTAM - unglaublich...
..und wie schaffen es nur die ganzen LKW- Fahrer die Dinger nicht ständig umzukippen ?
Natürlich kippt ein Hochdachauto schneller als ein GoKart, ein Bulli schneller als ein Sportwagen ...
...doch nach einem plötzlichen Wolkenbruch findet man häufiger ein paar BMW oder Audi am Autobahnrand im Graben. Die Dinger sind bei Regen enfach zu unsicher !
Da empfehle ich für die Zukunft: die elektronische Regengeschwindigkeitsregelung!
mfG
Wer keine Dodge Viper fahren kann aber sie sich leisten kann fährt ggf. doch eine. Solche Autos müssen (genau wie alle anderen auch) serienmäßig mit ESP ausgestattet sein. Wer das System ausschaltet erhöht bewusst das Gefahrenpotenzial des Autos. Ich würde darüber nachdenken ob zumindestens der Kaskoschutz in so einem Fall erlischt. Auf apgesperrter Strecke soll jeder fahren wie man glaubt es drauf zu haben.
Glaube nicht das ein vernünftiges Fahrwerk weiter hilft!
Vielleicht beim Dacia....
Der Nemo, die A-Klasse und und und sind einfach sehr hoch!
Dazu nicht mit einer besonders breiten Spur ausgestattet.
Will mir nicht vorstellen, wenn eine junge Familie, in den Urlaub fährt und oben noch eine Dachbox drauf hat. Dann kippt der Nemo noch schneller!
Würde mit den Teil keinen Meter fahren!
Dann lieber einen guten alten Kombi!