Citroën Tubik: IAA 2011 — 03.09.2011

Der neue Sinn des Reisens

Citroën will mit dem Tubik nichts weniger als das Reisen neu definieren. Mit seiner Kastenform zitiert die Studie den legendären Transporter Typ H. Premiere ist auf der IAA 2011.

Citroën lässt es mit seinen Messestudien gern richtig krachen. Natürlich nie, ohne dabei die eigene, leicht avangardistische Philosophie zu zitieren. Auf der IAA zeigen die Franzosen mit dem Tubik mal wieder, wo der Designhammer hängt. Der Citroën Tubik ist eine Glitterkiste mit bis zu neun Plätzen, dessen Inneneinrichtung mehr an eine schicke Lounge als an einen schnöden Transporter erinnert. Das Concept Car soll "der Reise einen neuen Sinn geben". Starker Marketing-Tobak, doch der Tubik kann es sich leisten. Die Linienführung zitiert den von Fans nur liebevoll "TUB" genannten Citroën Typ H, der sich mit seinen Transportqualitäten und dem ungewöhnlichen Design in 34 Jahren rund eine halbe Millionen Mal verkaufte.

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Nicht einfach ein schnöder Transporter, sondern ein echtes Designerhäppchen.

Ein Designerhäppchen ist auch der Tubik. Eine freche, ultrakurze Schnauze mit illuminiertem und strukturiertem Grill und LED-Leuchten prägt die Front, die Seitensicht bestimmen die zwei riesigen Türen, die nach oben und unten wegklappen. Das Heck mit fließenden Rundungen zieren zwei erstaunlich schlichte Heckleuchten. Aber richtig vogelwild wird es innen. Zahlreiche Möglichkeiten an Sitzkonfigurationen (halb liegend, gegenüber sitzend) und die Technologie an Bord (Großbildschirm mit gebogener Oberfläche, Audiosystem für Raumklang in High Definition) sollen einen "Lebensraum" bieten, nicht nur ein Auto. Die Abmessungen (Breite: 2,08 Meter, Höhe: 2,05 Meter, Länge: 4,80 Meter) sind großzügig, aber nicht völlig abgehoben. Und sauber soll der Tubik auch sein: Gute Aerodynamik und die Full-Hybrid-Technologie (kennen wir aus dem DS5) mit einem Verbrennungsmotor vorn und einem E-Motor hinten versprechen trotz des Allradantriebs die Verbrauchswerte einer sparsamen Limousine. Dazu sollen auch 22-Zöller mit laufwiderstandsarmen Reifen beitragen. Für den Komfort sorgt das berühmte Citroën-Hydraktive-Fahrwerk.

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Citroen Tubik Studie

Die Seitentür öffnet wie ein Garagentor und gibt dabei die komplette rechte Seite des Innenraums frei.

Für den schicken Messeauftritt haben die Citroën-Designer zwei Kontrastfarben verwendet: Das Metallgrau der Karosserie umhüllt das Perlweiß an Front und Heck. Doch zurück zum Interieur: Während das Öffnen der Fahrertür laut Citroën an das Ausbreiten eines Flügels erinnert, öffnet sich die Seitentür wie ein Garagentor und gibt dabei die komplette rechte Seite des Innenraums frei. Der Fahrer in seiner Kabine dürfte sich vorkommen wie ein Pilot. Der Sitz, die Pedalerie, das Lenkrad und die gebogene Oberfläche des Head-up-Displays bilden einen Kreis. Nachdem der Fahrer Platz genommen hat, wird er durch eine digitale Wiedererkennung identifiziert. Alle notwendigen Informationen sind auf dem Head-up-Display und dem mitten im Lenkrad befindlichen Bildschirm rund um den Fahrer herum angeordnet.

Während vorn chauffiert wird, schwelgen die Fondpassagiere im Luxus: Die Sitzflächen sind aus Filz, die Rückenlehnen und Türverkleidungen aus Seide und der Boden aus Leder. Kein Witz: Das Moucharabieh (ein vergittertes Fenster aus der islamischen Architektur) und eine Panoramaglasscheibe sollen tolle Ausblicke nach draußen garantieren und gleichzeitig vor neugierigen Blicken schützen. Die Reisenden können die drei Sitzreihen beliebig konfigurieren. Die mittlere Sitzreihe für drei Personen kann auch in einen niedrigen Tisch umgewandelt werden. Oder sie wird weggeklappt, dann entstehen zwei Quadratmeter Stauraum. Sogar eine Liegefläche ist machbar. So können die Passagiere halb liegend den breiten Multimediabildschirm genießen. Wie gesagt, der Tubik ist ein Showcar. Und er dürfte einigen anderen die Show stehlen.

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Kommentare zum Artikel (41)

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meierlein826
21.09.2011, 15:10Uhr

wenn jetzt noch die Gepäckfrage geklärt wäre ... SUPER!
... ansonsten ein mutiges Design. Leider kaufen die Meisten nur den schnöden Einheitsbrei. Individuelle Highlights von Renault (Vel Satis), Citroen oder Fiat (Multipla) finden keine Käufer - schade !

Jay
10.09.2011, 13:55Uhr

Ich meine, das "Tub" sieht schon außergewöhnlich aus, aber wohl noch eher wie eine Studie, als wie ein fertiges Modell! Ich bin gespannt, wann und wie der auf den Markt kommt! =)

Jay
10.09.2011, 13:54Uhr

Außerdem sieht das "Head-up-Display" verdächtig nach einem iPhone 4 aus! *fg* Ich würde es toll finden, da ich selber eins habe, aber was ist mit Rest der Welt, der noch nicht auf den Zug aufgesprungen ist?!
Die Pedale finde ich - genau wie beim Ford Evos - viel zu dicht beieinander! Sind wir jetzt in der Formel 1? Wer auf breitem Fuße lebt, der bremst dann mal öfter ausversehen oder wie? Da sollte dann wenigstens die Leinwand oben sein, sonst fliegen die Insassen noch ausversehen dagegen?! *rofl*

Jay
10.09.2011, 13:53Uhr

Ich frage mich nur, wie Insassen z.B. beim Tanken aussteigen wollen...?! Flügel- und Garagentür sehen zwar futuristisch aus, aber ob die im "normalen" Leben funktionstüchtig sind, bezweifel ich stark! Nicht nur beim Tanken, auch im Parkhaus oder in engen Parklücken stelle ich mir das durchaus kompliziert vor! Und wenn ich mir meine beiden Hunde im Fond vorstelle... und an die Seidenverkleidung denke... oOh! Und im Filz bleibt so schön jedes Hundehaar hängen...! xD Ganz toll!

Hm
07.09.2011, 11:53Uhr

@Citroniste - Wahrscheinlich eine Mischung aus beiden, TUB und HY. Die vorstehende Schnauze und das angedeutete Wellblech auf der Motorhaube und über der Frontscheibe sind schon Hinweise auf den HY, meine ich.

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