Citroën Xsara Picasso 2.0 16V Exclusive

Citroën Xsara Picasso 2.0 16V Exclusive Citroën Xsara Picasso 2.0 16V Exclusive

Citroën Xsara Picasso 2.0 16V Exclusive

— 28.04.2003

Keine Kunst

Den Citroën Picasso gibt es jetzt auch als 136-PS-Benziner mit Automatikgetriebe – kein harmonisches Gesamtwerk.

Fliegende Wickelkommode

Pardon, aber der Name ist ein Kunstfehler. Wer sein Auto "Picasso" nennt, verspricht dem Fahrer zumindest unterschwellig ein kleines Meisterwerk auf Rädern. Einen Van, dessen Design sich ins Gedächtnis brennt wie das Symbol der Friedenstaube. Mit einem Motor, der den Bolero spielt. Das schafft aber selbst der neue 2,0-Liter-Motor nicht, den die PSA-Ingenieure auch im C8 einbauen. Dafür wird der Picasso mit familienfreundlichen 136 PS und Vierstufenautomatik zur fliegenden Wickelkommode.

Der Kofferraum ist nämlich mit 550 bis 2128 Litern beinahe so groß wie ein Laufstall. Die drei Fondsitze können um 14 Zentimeter nach vorn geschoben – einzeln umgeklappt – oder sogar ganz herausgenommen werden.

Auch beim Verstauen von Kleinkram kommt uns der Franzose sehr entgegen. Das klimatisierte Handschuhfach steckt 15 Liter weg, zwei Bodenfächer vor den Rücksitzen packen locker vier Schachspiele ein, Karten- und Flaschentaschen gibt es in allen Türen, außerdem hängen Taschen an den vorderen Lehnen, und eine Faltbox steht im Kofferraum.

Viergangautomat kostet Kraft und Sprit

Der Xsara Picasso ist die Mutter aller Ablagen. Ein Lebenskünstler, aber kein großer Meister. Denn auch das neue Automatikgetriebe funktioniert eher durchschnittlich. Picasso ruckelt zeitweilig, die Abstimmung zwischen Motor und Getriebe könnte besser sein. Der Viergangautomat kostet Kraft und Sprit – 11,1 Liter im Schnitt. So wäre eine Handschaltung (nicht lieferbar) wohl der bessere Partner.

Bei der Automatik drücken wir noch ein Auge zu, aber das Klappern der Karosserie auf Kopfsteinpflaster nervt wirklich. Spätestens jetzt tröstet nichts mehr. Obwohl sich der Franzose redlich um Freundschaft mit dem Fahrer bemüht: mit einem Fahrwerk, das Bodenunebenheiten glatt bügelt, durch ESP und Tempomat, mit Sitzen, die im Kern unnachgiebig, aber mollig gepolstert sind. Und mit einer Lenkung, die uns gutmütig um jede Ecke lotst, und einer Mittelkonsole, die in hübscher Tropfenform zwischen Fahrer- und Beifahrersitz hängt.

Aber auch für die Hinterbänkler hat der Franzose etwas parat. Sie können nicht nur das Tempo bequem an großen Digitalziffern ablesen, auch das Navisystem lässt sich von dort per Fernbedienung steuern. Der Franzose ist also kein echter Picasso, dafür ein großer Demokrat: mit Mitspracherecht auf allen Plätzen.

Technische Daten im Überblick

In 11,0 Sekunden spurtet der Xsara Picasso 2.0 16V von 0 auf 100 km/h. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 192 Km/h. Das sind ordentliche Werte. Im Gegensatz zum Verbrauch: Im Schnitt schluckt der Franzose 11,1 Liter Super.

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