London: Porsche kämpft erfolgreich gegen Neufassung der Citymaut

Citymaut in London

— 08.07.2008

Sieg für Porsche

Die Londoner Citymaut sollte nach Schadstoffausstoß gestaffelt werden, das hätte bis zu 25 Pfund pro Tag für besonders durstige Autos bedeutet. Der Sportwagenhersteller klagte vor dem Verwaltungsgericht und gewann.

Ein großer Tag für Porsche: Der Sportwagenhersteller hat "im Dienst aller Autofahrer" einen Rechtsstreit für sich entschieden. Die Londoner Stadtverwaltung wollte die Citymaut, die seit 2003 für das gesamte Stadtgebiet gilt, umgestalten. Bisher musste jeder Pkw-Fahrer, der unter der Woche zwischen 7 Uhr und 18.30 Uhr die britische Hauptstadt ansteuerte, eine "Congestion Charge" (Verstopfungsgebühr) von acht Pfund (umgerechnet 7,40 Euro) zahlen. Ab 2009 sollte sie flexibel je nach CO2-Ausstoß des Fahrzeugs bis zu 25 Pfund (rund 31 Euro) pro Tag kosten. Ein Porsche Cayenne hätte den Höchstsatz gelöhnt, schadstoffarme Autos hingegen wären gänzlich von der Gebühr befreit gewesen. Porsche vertritt die Ansicht, dass diese Regelung nicht nur unfair, sondern auch schädlich sei, denn sie lockt mehr Verkehr in die Innenstadt und erhöht somit CO2- wie auch Staubelastung.

Rückendeckung gab dem Sportwagenhersteller eine Studie, die zu denselben Ergebnissen kommt. Mit diesen starken Argumenten gerüstet, gelang dem Kläger vor dem Verwaltungsgericht in London ein Vergleich: Die Kommune nahm die umstrittene Verordnung zurück, Porsche seinerseits verpflichtete sich, für die Prozesskosten in Höhe einer sechsstelligen Summe aufzukommen. Sie sollen der Jugendorganisation "Skidz" zukommen. Nachträglich schlägt auch Londons Stadtverwaltung versöhnliche Töne an: Oberbürgermeister Boris Johnson, seit Mai 2008 im Amt, räumte ein, dass die Pläne seines grünen Vorgängers Ken Livingstone falsch und eventuell sogar illegal gewesen seien.

Autor: Roland Wildberg

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