Citymaut in Stockholm

Citymaut in Stockholm

— 02.10.2006

Kampf dem Gedränge

In Stockholm wird die Citymaut wieder eingeführt. Das beschloss die neue schwedische Regierung. Die "Gedrängesteuer" kommt wohl Anfang 2007.

Das Rätselraten ist beendet: Die neue bürgerliche schwedische Regierung wird die Stockholmer Citymaut wieder einführen – trotz gegenteiliger Aussage im Wahlkampf. Die so genannte "Gedrängesteuer" soll ab März 2007 kommen.

Im Wahlkampf hatte die damalige Opposition noch versprochen, das Ergebnis einer gleichzeitig mit der Reichstagswahl stattfindenden Volksbefragung zur Maut zu berücksichtigen. Die Citymaut wurde bereits zwischen Januar und Juli 2006 probeweise getestet. Während sich die Einwohner der Hauptstadt mehrheitlich für die Maut aussprachen, lehnten sie 14 der 25 Gemeinden des Umlandes ab. Doch das scheint jetzt keine Rolle mehr zu spielen.

Denn die neue Regierung hat sich unter der Voraussetzung, dass die Mauteinnahmen in zukünftige Verkehrsprojekte fließen, für die Wiedereinführung der Maut ausgesprochen. Konkret geht es um eine westliche Umgehung Stockholms, die von Kungens Kurva bis Häggvik führen soll. Die Kosten für das Projekt werden auf 20 Milliarden Kronen (2,15 Milliarden Euro) beziffert. Da nur mit jährlichen Mauteinnahme von rund 500 Millionen Kronen gerechnet wird, soll die Finanzierung der Umgehung durch den Verzicht auf den Bau eines S-Bahntunnels unter Stockholm (13,5 Milliarden Kronen berechnete Kosten) gesichert werden. Außerdem ist angedacht, den Bau als PPP (Public Private Partnership) durchzuführen. Demnach würde ein privates Unternehmen die Straße bauen, und die Autofahrer müssten für ihre Nutzung Maut zahlen.

Autor: Richard Holtz

Diesen Beitrag empfehlen

Anzeige

Automarkt

Finden Sie im Automarkt von autobild.de Ihren Gebrauchtwagen.

Bei autohaus24.de Neuwagen günstig kaufen und Geld sparen.